Justus-Jonas-Preis erstmals im Kirchenkreis Südharz verliehen
Willkommen in Elende

Vergabe des Justus-Jonas-Preises im Kirchenkreis Südharz an das Pilgerprojekt in Elende.
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Menschen aus Politik, Kirche, Medien und Gesellschaft feierten im Kirchenkreis Südharz Anfang des Monats gemeinsam den Beginn des neuen Kirchenjahres. Der Kreiskirchenrat hatte zum Neujahrsempfang geladen. Zum zweiten Mal fand er in der 2017 eröffneten Herzschlag Jugendkirche statt. Zum ersten Mal wurde dabei der Justus-Jonas-Preis verliehen. Preisträger ist das Kirchspiel Gebra für das Pilgerprojekt in Elende. Der Nordhäuser Justus Jonas, ein enger Freund und Vertrauter Luthers, ist der Namensgeber der Auszeichnung. Die mit Jonas verbundenen Themen „Freundschaft“ und „Weitergabe des Evangeliums“ sind die Vergabekriterien, ebenso wie die Ökumene.

Die Preisträger

Superintendent Andreas Schwarze betonte in seiner Laudatio: „Der diesjährige Preisträger schlägt eine Brücke zwischen Menschen und Gemeinden, Vergangenheit und Zukunft, über alle Konfessionen und Grenzen hinweg.“ Willkommen ist man in dem heute kleinen Dorf schon seit dem Mittelalter. Zunächst die Händler und Reisenden in der Wegekapelle und im Hospital, dann die Pilger in der Wallfahrtskirche St. Marien. Heute ist das Gotteshaus in Anknüpfung an diese Tradition seit 15 Jahren „offene Kirche“. Offen für Menschen, die mit ihren Lebensgeschichten auf der Suche nach Gott und sich selbst sind. „Und manchmal treffe ich auch für Radreisende, die müde und vom Regen durchnässt einkehren, sich eine der Decken nehmen und dort übernachten“, berichtet der Turmuhrwächter und Ortsteilbürgermeister Magnus Englert schmunzelnd.
Zum jährlichen Pilgergottesdienst machen sich Pilger dann gezielt auf den gemeinsamen Weg. Sie kommen aus der Region zu Fuß oder mit dem Rad, reisen mit Bahn oder Auto von Dresden und Erfurt an. Dann sitzen Pilger in Sonntagskleidung neben erschöpften Radlern und Wanderern in Sportkleidung. Ein herrlich buntes Bild einer Gemeinschaft jenseits aller Konfessionen und Generationen. Aus Bleicherode pilgert der Landessynodale Dr. Christoph Maletz seit dem Beginn 2010 mit einer ökumenischen Gruppe nach Elende. Ein Termin, der einen festen Platz in seinem Kalender hat. „Beim anschließenden Fest fasst jeder mit an, der sieht, wo eine Hand gebraucht wird.“, freut sich Pfarrer Michael Blaszcyk aus Bleicherode. Für die kleine Gemeinde Elende sei das ein wohltuender Tag, ergänzt Evelyn Lübbecke, die Vorsitzende des Kirchspiels Gebra, zu dem Elende gehört.
Dotiert ist der Preis mit 1.500 Euro. Das Kirchspiel möchte den Betrag für die 600-Jahrfeier der St. Marien-Kirche nutzen. Zu diesem Fest soll eine neue kleine Pilgerglocke gegossen werden. Am 25. August 2019 wird in Elende zum Lobe Gottes und zur Freude der Menschen groß gefeiert.
Der derzeitige Pfarrer des Pfarrbereichs, Bernhard Halver, hat dann zwar bereits seinen Dienst im Dom zu Merseburg angetreten, aber dieses Fest lässt er sich bestimmt nicht entgehen. Ist er doch einer der Ideengeber gewesen.
Regina Englert

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