Geduld zahlt sich aus
Restaurierung der Orgel in Kleinpaschleben
- Foto: Hans-Christian Beutel
- hochgeladen von Susanne Reh
Fast zehn Jahre lang hat die Kirchengemeinde Kleinpaschleben Spenden gesammelt. Das große Ziel war, genug Geld zusammenzubekommen, um die Restaurierung der Orgel finanzieren zu können. Nun ist es vollbracht. Knapp 16.000 Euro stehen zur Verfügung. Das ist genug, um den Eigenanteil der Kirchengemeinde von 37.000 Euro für das Projekt beizusteuern. Deshalb dankt Pfarrer Hans-Christian Beutel allen Spenderinnen und Spendern herzlich.
Die Gesamtkosten für die Restaurierung der Orgel betragen knapp 84.000 Euro. Finanziell unterstützt wird das Vorhaben von der Evangelischen Landeskirche Anhalts, dem Land Sachsen-Anhalt, der Lotto-Toto GmbH Sachsen-Anhalt und dem Landkreis Anhalt-Bitterfeld.
Da nun auch dank der Spenden die Finanzierung gesichert ist, hat die Restaurierung des Instruments begonnen. Übernommen hat diese Aufgabe die Orgelbaufirma Thorsten Zimmermann aus Halle/Saale. Es handelt sich in Kleinpaschleben um eine historische Pfanneberg-Orgel aus dem Jahr 1867. Sie geht auf ein älteres Werk des Orgelbaumeisters Christoph Jessen aus Halberstadt aus dem Jahr 1782 zurück.
Über den Orgelbaumeister Gottlieb Pfanneberg aus Köthen ist nur sehr wenig bekannt. Unklar ist sogar, wo sich seine Werkstatt befand. Aber in einer Reihe von Dörfern im Umkreis von Köthen gibt es Orgeln von ihm. Dazu gehören die Kirchen in Weißandt-Gölzau, Radegast und Güsten.
Diese Orgeln zeigen eine eigene „Handschrift“. Zu den Besonderheiten gehört, dass Pfanneberg sehr sorgfältig und respektvoll mit bestehenden Teilen aus älteren Orgel umgegangen ist und sie so weit es irgend möglich war, in sein Werk integriert hat. So finden sich auch in der Orgel von Kleinpaschleben viele Teile und Baugruppen, die aus der älteren Jessen-Orgel erhalten geblieben und integriert worden sind.
Autor:Susanne Reh |

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