Ausstellung im Museum Barberini
Einhorn – das Fabeltier in der Kunst
- Ausschnitt aus Dario die Giovanni (um 1420 vor 1490)
Jungfrau mit Einhorn - Foto: JH
- hochgeladen von Johannes Haak
Einhorn – das Fabeltier in der Kunst
Museum Barberini Potsdam noch bis 1. Februar 2026
Rund 150 Bildwerke und Objekte aus etwa 4.000 Jahren präsentiert das Museum Barbarini Potsdam. Und dies in Zusammenarbeit mit dem Musee de Cluny, Paris.
Darunter befinden sich Arbeiten von Albrecht Dürer, Arnold Böcklin, Hans Baldung Grien, René Magritte und Rebecca Horn. Über 80 Leihgeber aus 16 Ländern haben sich beteiligt und ihre oft selten bis gar nicht ausgeliehenen Kunstwerke hergegeben. Die Liste ist beeindruckend und spricht für das Vertrauen, das dem Kurator Michael Philipp entgegengebracht wurde.
Der christlichen Symbolik des Einhorns wird in der Ausstellungskonzeption eine herausragende Bedeutung zugemessen. Viele der dort präsentierten Gemälde und Objekte bezeugen die magische Existenz des Tieres.
In der Heiligen Schrift erscheint neben Wolf und Löwe ein weiteres wildes Tier, das auf Hebräisch „re’em“ genannt und neutestamentlich mit „monokeros“ (Einhorn oder auch Nashorn) übersetzt wurde. So heißt es in der Luther-Übersetzung von 1912 in Psalm 22,22: „Hilf mir aus dem Rachen des Löwen und errette mich von den Einhörnern“. In der Lutherbibel von 2017 wurden die „Einhörner“ dann durch „wilde Stiere“ ersetzt. Ein Verlust.
Noch bis zum 1. Februar ist die Ausstellung in Potsdam zu besichtigen. Hervorzuheben ist die prägnante und liebevolle Begleitung von Kindern und Familien.
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