EKM Tempolimit
Präses weist Kritik zurück

Erfurt (G+H) - Die Online-Petition der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) für ein generelles Tempolimit von 130 Stundenkilometern auf Autobahnen hat zur Halbzeit knapp 42 Prozent der erforderlichen Unterschriften erreicht. Bis zum 3. April müssen mindestens 50000 Unterschriften zusammenkommen, damit sich der Petitionsausschuss des Bundestages bei einer Anhörung des Themas annnimmt. Der Präses der Landessynode, Dieter Lomberg, hat indessen die Kritik von Synodalen zurückgewiesen, die Kirchenleitung habe die Petition im Alleingang ohne Mandat auf den Weg gebracht. In der aktuellen Ausgabe der Mitteldeutschen Kirchenzeitung "Glaube + Heimat" (zum 24. März) betonte der Präses, dass das Ansinnen, eine Petition zum Tempolimit zu starten, bereits Thema auf der Herbstsynode gewesen sei und Anfang des Jahres über die Presse angekündigt wurde. Im Übrigen ist der Landeskirchenrat ein Leitungsgremium, in dem Synodenmitglieder Sitz und Stimme hätten, so Lomberg. Es habe aber weder Nachfragen noch einen Antrag an die Kirchenleitung aus den Reihen der Synodalen gegeben, die Zustimmung der Synode dazu einzuholen.
Der Synodale Ernst-Ulrich Wachter, Gemeinde Oberharz am Brocken (Kirchenkreis Halberstadt), hatte zuvor in der Kirchenzeitung die Kampagne als einen Skandal bezeichnet. Ein Antrag für ein verpflichtendes Tempolimit für Mitarbeitende der Kirche sei bei der vergangenen Synodentagung deutlich gescheitert. Mit der nun noch weitergehenden Forderung werde der Eindruck erweckt, man spräche für die gesamte Landeskirche, so der Pfarrer. Es habe in der Synode zu diesem Themenkomplex viele kritische Bedenken gegeben.
Unterstützung bekommt Lomberg unterdessen vom Dekan der Theologischen Fakultät der Universität Jena, Manuel Vogel. Der Theologieprofessor warf Wachter Polemik vor. Gegen das Tempolimit gebe es "kein einziges gültiges Argument", so Vogel.

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