Spuren im Wippertal

Abgestempelt: Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) versah das neue Stempelheft mit dem Sonderstempel der Harzer Wandernadel. Am Lutherweg bei Dankerode übergab er eine neue Naturerlebnisstation.
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Lutherweg: Im Harz wurde die dritte Naturerlebnisstation übergeben

Von Uwe Kraus

Nichts ist schöner, als im Harz unterwegs zu sein«, lobt Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) die Wanderregion in seinem Bundesland. Um Wanderern Luthers Spuren auch mitten im Wippertal bei Dankerode zeigen zu können, entstand im Wald am Heuweg die nunmehr dritte Naturerlebnisstation entlang des Lutherweges.
Ein Portal mit beiderseitigen Sitznischen schlägt den Bogen zur Architektur der Lutherzeit. Informative Texte machen mit dem Leben der Familie Luther, der Entwicklung der Harzwälder, Luthers Reise nach Stolberg und der Natur am Lutherweg vertraut. Einprägsam sind die Bilder mit Szenen aus der Lutherzeit. Gemalt hat sie Ines Alig-Petsch aus Schwenda.
Stahlbleche, Holz und Glas sind die Bauteile der Erlebnisstation. Die offene Bauweise und die rostigen Wände seien aus dem Grund gewählt worden, weil sie sich optisch nahtlos in die Natur einfügten und Historie verkörperten, so Isabel Reuter vom Regionalverband Harz. Dessen Vorsitzender, der Harzer Landrat Martin Skiebe (CDU), lobte die Naturerlebnisstation »als kleinen Baustein zum Reformationsjubiläum«. Martin Luther sei nicht nur Gelehrter gewesen, sondern habe auch eine tiefe Liebe zur Natur im Herzen getragen. Er sei viel im Land unterwegs gewesen und habe mit den Leuten geredet.
Ministerpräsident Haseloff verweist auf einen Besuch Martin Luthers in dem Kloster Himmelpforte bei Wernigerode, das nicht am Lutherweg liegt. Im ehemalige Augustinerkloster soll im Jahre 1517 der Reformator zu Gast gewesen sein, wo er sich mit seinem Ordensbruder und Freund, dem Generalvikar Johann von Staupitz, traf. Ein 1917 errichteter Gedenkstein erinnert an die Zusammenkunft.

Drei L am Lutherweg
Der Lutherweg ist ein Gemeinschaftsprojekt kirchlicher und kommunaler Träger sowie von Vereinen. Die Idee dazu wurde 2008 geboren. Er führt durch die Bundesländer Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen zu Orten der Reformation und durch bedeutende Regionen der damaligen Zeit. Der Anteil in Sachsen-Anhalt beträgt zwischen den Lutherstädten Wittenberg und Eisleben 410 Kilometer.
Klaus George, Geschäftsführer des Regionalverbandes Harz, verweist auf die drei L am Lutherweg: »Landschaft, Lesen, Lernen.« Darauf ziele das Projekt »Natur erleben am Lutherweg«. Aber auch Luthers Vorliebe, dem Volk aufs Maul zu schauen, ließe sich hier nacherleben. »Wer heutzutage während seiner Wanderung auf dem Lutherweg durch den Naturpark Harz Gelegenheit hat, mit Einheimischen ins Gespräch zu kommen, sollte genau hinhören: Auf wenig mehr als 50 Kilometern Wegstrecke durch den thüringisch-obersächsischen Sprachraum sind verschiedene Dialekte zu bemerken.«
Vieles in Natur und Gesellschaft musste Martin Luther als von Gott gewollt gelten. Fossilien, Zeugnisse vergangenen Lebens im Gestein, waren für Vertreter der seinerzeit herrschenden Wissenschaftsmeinung Lusus naturae: Launen der Natur. Luther brachte sie mit einer Meeresüberdeckung in Zusammenhang, schrieb angesichts von Fischabdrücken im Kupferschiefer der Mansfelder Gruben: »Ich zweifele nicht, dass es Reste der Sintflut gibt.«
Informationen zum Lutherweg und seinen Sehenswürdigkeiten finden sich auch im neuen Stempelheft der Harzer Wandernadel, dessen erstes Exemplar Ministerpräsident Haseloff am Heuweg mit dem extra aufgelegten Sonder-
stempel versah. Um mit der Lutherrose ausgezeichnet zu werden, müssen Wanderer alle zehn Stempel auf dem Lutherweg durch den Natur- und Geopark im Harz nachweisen.

Autor:

EKM Süd aus Weimar

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