Sophienklinik Bad Sulza: Glockenspiel erfreut Kurgäste
Carillon statt Graubeton

Akustische Bereicherung: Das Glockenspiel ist täglich um 11 und 17 Uhr zu hören.
  • Akustische Bereicherung: Das Glockenspiel ist täglich um 11 und 17 Uhr zu hören.
  • Foto: Eckart Behr
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Die Sophienklinik Bad Sulza (Kirchenkreis Apolda-Buttstädt) verfügt seit Ende April über ein neues Glockenspiel. "Während in den letzten beiden Jahren eine neue Trainingstherapie entstand", berichtet Geschäftsführer Eckart Behr der Kirchenzeitung, habe es in dem christlich geprägten Haus "gleichzeitig Überlegungen zur Errichtung eines Glockenspiels an der neuen Außenfassade gegeben." Nachdem man zunächst über Weinspaliere, moderne Kunst oder Solarmodule nachgedacht habe, sei die Entscheidung gefallen, "an regionale Glockengießertraditionen in Apolda und Laucha anzuknüpfen". Ebenfalls sei an eine Belebung des Kurparkes, des vorbeiführenden Ilm-Radweges und der Promenade – der „grünen Achse“ Bad Sulzas – gedacht worden. "Für Gäste und Rehabilitanden der Sophienklinik Bad Sulza sollen die Melodien des Glockenspiels zugleich Abwechslung und Anregung sein", freut sich der Leiter der Sophienklinik.
Mit den 18 Glocken werden Besonderheiten der Landschaft, des Kurortes, der christlichen Tradition des Hauses, regionaler Kultur und Lebensfreude miteinander optisch und akustisch verknüpft. Dafür wurden computergestützt zahlreiche Melodien eingespielt, die auf Jahreszeit, Kirchenjahr, Tageszeit oder Festlichkeiten abgestimmt sind. Sie sind täglich um 11 und 17 Uhr zu hören. Zum bevorstehenden Weinfrühling am 1. Juni wird an einem Weinstand vor dem Klinikeingang ab 10 Uhr halbstündlich eine Melodie erklingen.
Durch eine große Spendenaktion unter dem Motto „Carillon statt Graubeton“ konnten zum Zeitpunkt der Errichtung bereits drei Viertel der Gesamtkosten in Höhe von 58000 Euro gedeckt werden. So haben 12 Personen und Institutionen jeweils die Finanzierung einer Glocke übernommen, für die je nach deren Größe zwischen 1000 und 3000 Euro aufzubringen waren. Neben allen Klein- und Großspendern sei insbesondere Frau Margarethe Schilling aus Apolda für ihre Fachberatung, den Architekten Renée Möser und Hartmut Kother vom RJ Planungsbüro Erfurt/Kassel für die gestalterischen Intentionen und Dipl.-Ing. Ernst Fauer, Apolda, dem technisch-musikalischen „Glockenvater“ der Region, für seine Gesamtbegleitung des Projektes gedankt. Die Herstellung erfolgte im Frühjahr 2019 in der Glockengießerei Perner GmbH in Passau.
(red) 

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