30 Jahre Nordthüringer Lebenshilfe
Die Kleinsten fest im Blick

Anna Kniep leitet die Interdisziplinäre Frühförderstelle für Kinder mit Entwicklungsverzögerungen der Nordthüringer Lebenshilfe in Nordhausen.
  • Anna Kniep leitet die Interdisziplinäre Frühförderstelle für Kinder mit Entwicklungsverzögerungen der Nordthüringer Lebenshilfe in Nordhausen.
  • Foto: Regina Englert
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Studieren an der Fachhochschule in Nordhausen, ein Praxissemester in der Nordthüringer Lebenshilfe gGmbH absolvieren und mit Engagement überzeugen, das ist Anna Kniep gelungen. Heute ist die 27-jährige die Leiterin der interdisziplinäre Frühförderstelle für Kinder mit Entwicklungsverzögerungen (IFF) in der Nordhäuser Innenstadt. Mit ihrem 8-köpfigen Team steht sie Familien zur Seite, deren Kinderarzt nach der Untersuchung von „Entwicklungsverzögerung und Förderbedarf“ gesprochen hat. Manche Eltern kommen auch von allein, wenn sie sich nicht sicher sind, ob das Kind Hilfe oder einfach nur Zeit für seine Entwicklung braucht. „Das ist gut, denn je früher mit Therapien begonnen werden kann, desto größer sind die Erfolgsaussichten“, erklärt die engagierte Koordinatorin. Pädagogen, Physio- und Ergotherapeuten sowie Logopäden ermöglichen in der IFF einen ganzheitlichen Blick auf das Kind. Von der Geburt bis zum Schuleintritt werden dort über 90 Kinder betreut. Dabei sind die Therapien so individuell wie die Kinder. Unterstützung wird dort geboten, wo sie hilfreich sein kann. Das kann auch im Kindergarten oder Zuhause sein.
Anna Knieps Herzensprojekt im letzten Jahr war in Absprache mit dem Landratsamt einen Jungen nach dem Schuleintritt noch ein halbes Jahr intensiv begleiten zu dürfen. „Die Schwierigkeiten der Kinder hören ja mit dem Schuleintritt nicht auf“, erklärt sie. Zahlreiche kleine Unterstützungen konnten in diesem Fall viel bewirken. Sie freut sich über das gute Ergebnis des Projekts und hofft auf eine Fortsetzung im Sommer.
Aktuell läuft auch eine Ausweitung der Frühförderung, als Praxis, dann könnte jeder mit Rezept die logopädischen Leistungen in Anspruch nehmen. Andere therapeutische Bereiche sollen folgen. Dies wäre eine neue Möglichkeit Eltern und Kinder über die Frühförderung hinaus weiter zu begleiten. „Das ist ein Puzzleteil, das noch zu uns passt“, erklärt Anna Kniep – die Zukunft der IFF fest im Blick.

Autor:

Regina Englert

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