Mitgestalten statt meckern

Der Kandidat: Alexander Seidel ist nach dem Studium in Köthen geblieben und hat hier seine neue Heimat gefunden. Daran trägt auch die Jakobsgemeinde Anteil. Nun kandidiert er hier für den Gemeindekirchenrat.
  • Der Kandidat: Alexander Seidel ist nach dem Studium in Köthen geblieben und hat hier seine neue Heimat gefunden. Daran trägt auch die Jakobsgemeinde Anteil. Nun kandidiert er hier für den Gemeindekirchenrat.
  • Foto: Heiko Rebsch
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Gemeindekirchenrat: Alexander Seidel aus Köthen stellt sich erstmals zur Wahl

Von Sylke Hermann

Im Oktober werden die Gemeindekirchenräte von St. Jakob und St. Agnus in Köthen neu gewählt. Einige bisher aktive Mitglieder ziehen sich zurück und neue, jüngere Leute stellen sich zur Wahl. So zum Beispiel Alexander Seidel.
Mit Rucksack, in kurzen Hosen, Sweatshirt und Turnschuhen trifft der junge Mann an einem herrlichen Herbsttag auf dem Köthener Marktplatz ein. Hier steht die Jakobskirche. Jene Kirche, in der er so häufig ist – und das sehr gern.
Alexander Seidel ist einer von 13 Kandidaten für die Wahl des neuen Gemeindekirchenrates der evangelischen Jakobsgemeinde in der Bachstadt Köthen. Am 22. Oktober steht die Wahl an, für die man ihn aktiv geworben habe, berichtet er. Schließlich gebe es gar nicht so viele Personen, die sich um ein Ehrenamt reißen würden. Also stünde keiner Schlange, erzählt er launig. Der 22. Oktober ist dabei gewiss kein Datum, an dem mit Überraschungen zu rechnen sein wird. Da, wie der 33-Jährige weiß, nicht die Einzelpersonen zur Abstimmung stehen, sondern das komplette Gremium – die Gemeindeglieder stimmen über alle 13 Kandidaten für den neuen Gemeindekirchenrat ab.
Das Elternhaus des jungen Mannes ist christlich geprägt. Die Kirche gehört zu seinem Leben. Auch hier in Köthen. 2008 kommt er her, studiert an der Hochschule Anhalt Medizintechnik; er lernt seine Freundin kennen und bleibt. In der Helios Klinik findet er in seinem Beruf auch eine Anstellung. Das junge Paar hat mittlerweile zwei Kinder. Die Familie lebt gern hier, das Umfeld passt für sie.
Familie Seidel macht es sich anfangs nicht leicht, eine Gemeinde zu finden, in der sie sich gut aufgehoben fühlt. In der Jakobsgemeinde ist das der Fall. »Wir versuchen, jeden Sonntag den Gottesdienst zu erleben«, erzählt Alexander Seidel. Und auch sonst engagiert er sich, so es seine Zeit zulässt. Wenn die Kirchengemeinde Veranstaltungen plant, versucht er, dabei zu sein. Im Oktober fahren ein paar junge Familien der Gemeinde sogar gemeinsam in den Urlaub. Das gefällt ihm, das ist für ihn Gemeinschaft.
Er sei, sagt er selbst, niemand, der sich berieseln lassen wolle. Er will vielmehr gestalten. »Man kann immer meckern, dass nichts los ist, aber nichts zu tun, ist keine Lösung.« Auch deshalb will er künftig im Gemeindekirchenrat mitarbeiten – um etwas zu bewirken.
Welche Aufgaben und welche Arbeit auf ihn zukommen, weiß er noch nicht genau. In jedem Fall diverse Sitzungen, in denen im Sinne der Kirchengemeinde zu entscheiden sein wird. Ob es um Organisatorisches geht oder um Bauarbeiten an Gebäuden, selbst Personalentscheidungen dürften anstehen. Immerhin ist St. Jakob unter anderem Träger eines Kindergartens und des Kinderheimes.
Er freut sich auf das Neue. Und vor allem darauf, aktiv zu sein. Wie bereits jetzt in seiner Freizeit. Auch da sitzt Alexander Seidel selten still. Er begeistert sich für Fitness, joggt, fährt Rad und ist Rettungsschwimmer.

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Online-Redaktion aus Weimar

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