Predigttext zum Sonntag
Der Advent in Person

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Es ist schon die Axt den Bäumen an die Wurzel gelegt …
Lukas 3, Vers 9 

Der Prediger in der Wüste spricht Klartext. Er sagt den Leuten ungeschminkt die Wahrheit, um sie auf den Ernst der Lage aufmerksam zu machen: „Wenn ihr euch nicht ändert, werdet ihr dem künftigen Zorn nicht entkommen.“ Tatsächlich erreicht Johannes der Täufer die Menschen mit seiner Botschaft. Seine Predigt geht unter die Haut und ins Herz. Sie kommt an, weil sie authentisch ist.

Johannes hat seinen Auftrag und seine Vollmacht direkt von Gott bekommen. Er lebt, was er predigt. Das spüren die Leute. Sie nehmen ihm die Dringlichkeit ab und fragen nach: Was sollen wir nun tun? Johannes nennt ihnen einige umsetzbare Antworten, mit denen sie dem Messias den Weg bereiten können. Wer zwei Hemden hat, der gebe dem, der keines hat; und wer Speise hat, tue ebenso. Den Zöllnern empfiehlt er: Fordert nicht mehr, als euch vorgeschrieben ist! Und den Soldaten sagt er: Tut niemandem Gewalt noch Unrecht und lasst euch genügen an eurem Sold! Barmherzig und ehrlich sein – in Liebe und Wahrheit handeln – so können wir uns angemessen auf das Kommen Jesu vorbereiten.

Was heißt das ganz konkret? Wo sollen wir über unseren Schatten springen? Wo müssen wir alte Muster durchbrechen? Wo lassen wir uns aufrütteln? Wo fangen wir jetzt damit an? Alles Fragen, die es ernsthaft umzusetzen gilt, denn: "Es ist schon die Axt den Bäumen an die Wurzel gelegt; jeder Baum, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen."

Johannes redet Tacheles, weil ihm die Menschen am Herzen liegen. Er weiß, dass der Messias die Spreu vom Weizen trennen wird, wenn er kommt. Deshalb mahnt er zur Umkehr.

Johannes der Täufer ist die adventliche Gestalt in Person. Er bereitet mit seinem ganzen Sein die Ankunft Jesu vor. Er lebt seinen Glauben mit allen Konsequenzen. Er stört sich nicht an Konventionen. Er hat ein gutes Gespür für die Zeichen der Zeit. Er begeistert und prägt Menschen und bleibt dennoch immer klar darin, dass er nur der Vorläufer dessen ist, auf den es wirklich ankommt: Jesus Christus. In seine Hände legt er neidlos alles, was er tut. Denn Christus ist es, der alles in seinen Händen hat: Das, was war, das, was ist, und das, was kommt. Darauf vertraue ich mit Johannes von ganzem Herzen.

Jana Petri,Superintendentin im Kirchenkreis Henneberger Land

Jana Petri,
Superintendentin im Kirchenkreis Henneberger Land
Autor:

Online-Redaktion aus Weimar

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