Gulaschkanone und Gebete

Zeltstadt: In Neufrankenroda tanken in diesen Tagen rund 2 000 Menschen Kraft für den Glauben im Alltag.
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Sommerspektakel: Gäbe es die Zeltstadt auf Siloah in Neufrankenroda im Kirchenkreis Gotha nicht, man müsste sie glatt erfinden.

Von Klaus-Dieter Simmen

Sie ist eine wahre Erfolgsgeschichte, die Zeltstadt auf Siloah in Neufrankenroda. Seit mehr als 17 Jahren existiert das christliche Sommerspektakel. Ganz so lange zieht es Jürgen Krüger aus Pölzig (Kirchenkreis Gera) noch nicht nach Neufrankenroda. Er wohnt in diesen Tagen zum siebten Male in der Zeltstadt. Gemeinsam mit rund 2 200 Kindern, Jugendlichen, Frauen und Männern lebt er hier seinen Glauben. Und tankt Kraft auf, so viel, dass sie für ein Jahr reicht, wie er betont.
Seit drei Jahren bringen sich Krüger und seine Frau Heidi als Dorfeltern in der Zeltstadt ein. Auch Tochter Lara arbeitet dieses Jahr erstmals mit, nämlich in der Betreuung von Jugendlichen. »Ohne die fleißigen Helfer wären wir aufgeschmissen«, sagt Zeltstadt-Leiter Detlef Kauper. Grob geschätzt seien es rund 300 Bewohner der Zeltstadt, die mit ihrem Engagement dafür sorgen, dass alles reibungslos läuft.
Viele von denen, die einmal die Atmosphäre erlebt haben, kommen wieder. »Klar, am Anreisetag sehe ich viele bekannte Gesichter«, bestätigt der Pfarrer. Und verweist gleichzeitig auf die Statistik, laut dieser finden Jahr für Jahr 30 Prozent neue Besucher den Weg in die Zeltstadt. Kauper führt das zurück auf Mundpropaganda. »Wer eine Woche hier verbracht hat, kann jede Menge erzählen und tut das auch mit ansteckender Begeisterung.«
Für die Krügers ist Dorfeltern sein eine angenehme und anspruchsvolle Aufgabe zugleich. Sie stehen den Neuankömmlingen mit Rat und Tat zur Seite, weisen den Platz für Zelt oder Wohnwagen zu oder kümmern sich, wenn es mit der Brötchenbestellung nicht so recht klappt. In diesem Jahr haben sich Heidi und Jürgen etwas Besonderes ausgedacht. Am Samstag wurde gekocht, gemeinsam natürlich. Die Teams für Linsensuppe, Steak und Salate bestimmte das Los. Dann saß das ganze Dorf beisammen, um in der Tischgemeinschaft nicht nur zu essen, sondern auch, um sich besser kennenzulernen.
Die Zeltstadt ist mit den Jahren gewachsen, seit einiger Zeit hat sich die Zahl der Besucher bei rund 2 000 eingespielt. Über die Jahre hat sich die Zeltstadt zwar entwickelt, das Konzept aber ist gleich geblieben. »Morgendliche Bibelarbeiten, Seminare und altersspezifische Gruppenstunden, Workshops am Nachmittag und die abendlichen Gottesdienste, Abendmahlsfeiern unter dem Kreuz und vieles mehr stehen auf dem Programm.«
Das diesjährige Thema »Die Geschichte geht weiter« steht auf einem Banner über dem Eingang zur Zeltstadt. Damit wird an die Reformation angeknüpft. »Dabei wollen wir nicht allein in die Vergangenheit oder Zukunft schauen, sondern beleuchten, wie wichtig die Reformation für uns ist.« Deshalb treffen sich die Zeltstadtbewohner zum Abschluss unter dem großen Kreuz, bilden einen Kreis, in dem die Flamme von Kerze zu Kerze weitergegeben wird. »Damit symbolisieren wir, wie wichtig jeder Einzelne von uns für unsere Gemeinschaft ist.«

Zeltstadt: In Neufrankenroda tanken in diesen Tagen rund 2 000 Menschen Kraft für den Glauben im Alltag.
Jürgen Krüger packt mit an beim Aufbau des Gemeinschaftszeltes im Dorf
Autor:

Adrienne Uebbing aus Weimar

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