Erinnerung: Tod in Buchenwald

Auf dem Hof von Schloss Ballenstedt erinnert dieser Stein an Joachim Ernst.
  • Auf dem Hof von Schloss Ballenstedt erinnert dieser Stein an Joachim Ernst.
  • Foto: Jürgen Meusel
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Bernburg (G+H) – Bei einer Tagung zur Reformationsgeschichte in Anhalt am 18. Februar wurde kurz an den 70. Todestag von Joachim Ernst Herzog von Anhalt erinnert. Er wurde am 11. Januar 1901 in Dessau geboren und starb am 18. Februar 1947 schwer erkrankt im Alter von 46 Jahren im Speziallager Nr. 2 in Buchenwald bei Weimar.
Joachim Ernst war schon einmal in der NS-Zeit, und zwar im Januar 1944, verhaftet und für drei Monate ins KZ Dachau gebracht worden. Obwohl er dort zum NS-Gegner geworden war, wurde er im September 1945 erneut verhaftet – dieses Mal von den sowjetischen Besatzungstruppen. 1992 wurde Joachim Ernst von Anhalt wegen erwiesener Unschuld von der russischen Generalstaatsanwaltschaft als »Verfolgter politisch sowjetischer Repression« anerkannt. »Auch dies gehört zu der Geschichte, die wir vor dem Vergessen bewahrten sollten«, so der Bernburger Pfarrer Sven Baier bei der Tagung.

Autor:

Online-Redaktion aus Weimar

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