Erste Zerbster Themen-Predigt im Jubiläumsjahr

Am Sonntag Invokavit (5. März) wird in Zerbst eine Reihe von Themen-Predigten aus Anlass des 500. Jubiläumsjahres der Reformation eröffnet. Das Thema der ersten Predigt lautet »Muss man Gott mehr gehorchen als den Menschen? Religiöses Recht und freiheitliche Demokratie«. Prediger ist Henning Schluß, Erziehungswissenschaftler und Theologe, der 2010 als Professor für Empirische Bildungsforschung und Bildungstheorie an die Universität Wien berufen wurde.
Martin Luther berief sich in seiner folgenschweren Schrift »Wider die räuberischen und mörderischen Rotten der Bauern« (1525) auf die Bibel. Denn Paulus schrieb im Römerbrief: »Jedermann sei untertan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat.« Unter Berufung auf Paulus und Luther wurde das Morden an den aufständischen Bauern gerechtfertigt – eines der dunkelsten Kapitel der Reformationsgeschichte. Ganz anders zitiert die Apostelgeschichte Petrus: »Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.« Die Erfahrungen der deutschen Geschichte zeigen die Gefahren einer Überhöhung menschlicher Rechtssetzung. Was sind berechtigter Anspruch und notwendige Begrenzungen religiösen Rechts in unserer Gesellschaft?
Der Prediger Henning Schluß wurde 1968 in Dessau geboren und lebt mit Frau und Kindern in Oranienburg. Er verweigerte den Dienst bei der NVA und war der erste Ersatzdienstleistende in der DDR.
(G+H)

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