Workshops für Schüler
Projekt „Tora ist Leben“ startet in Mühlhausen

Tora-Schreiber Reuven Yaacobov ist unterwegs in Thüringen.
  • Tora-Schreiber Reuven Yaacobov ist unterwegs in Thüringen.
  • Foto: Alice.End
  • hochgeladen von susanne sobko

Für das Projekt „Tora ist Leben“ wird am kommenden Mittwoch (16. Juni) in Mühlhausen erstmals zu einem Vor-Ort-Termin eingeladen. Von 10 bis 13 Uhr finden Schüler‐Workshops im Evangelischen Schulzentrum statt, von 16 bis 18 Uhr kann in der Synagoge in der Jüdenstraße 24 das Öffentliche Schreiben der Tora‐Rolle mit Rabbiner Reuven Yaacobov besucht werden, um 19 Uhr folgt ein Vortrag von Rabbiner Dr. Jehoshua Ahrens zum Thema „Die Diskursivität jüdischer Theologie“. Das Projekt ist ein Beitrag zum Thüringer Themenjahr „Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen“. Für die Städte Eisenach, Jena, Nordhausen und Erfurt können noch Termine für Workshops vor den Sommerferien gebucht werden.

Die interkulturellen Bildungs‐ und Begegnungsangebote in Mühlhausen, Jena (30.6.), Erfurt (6.7.), Nordhausen (7.7.) und Eisenach (14.7.) dienen dem gemeinsamen Austausch und Zusammentreffen von Menschen aus Gesellschaft, Religion und Politik. An den Vormittagen werden von der Arbeitsgemeinschaft „Tora ist Leben“ Workshops in Schulen angeboten. Jeweils ab 16 Uhr sind alle Interessierten eingeladen, in die Synagogen beziehungsweise öffentlichen Orte zu kommen, beim Tora‐Schreiben zuzusehen oder sich selbst in hebräischer Schrift zu versuchen.

„Die Arbeitsgemeinschaft möchte diese fünf Tage zu besonderen Festtagen machen und damit ein deutliches Zeichen der Zivilgesellschaft gegen Antisemitismus, Rassismus und jede Form von Menschenverachtung setzen“, sagt Projektkoordinatorin Alexandra Husemeyer. „Das Schreiben einer neuen Tora‐Rolle wird wahrscheinlich in den nächsten 100 Jahren nicht noch einmal zu erleben sein. Deshalb ist es eine besondere Ehre, den Tora‐Schreiber Reuven Yaacobov vor Ort begrüßen zu können“, betont die Museumspädagogin.

An den Vormittagen kommt der Schreiber zusammen mit Alexandra Husemeyer in die Schulen vor Ort und bietet 60- bis 90‐minütige Workshops zum Thema „Jüdische Kultur“ an. Schulen in Jena, Nordhausen, Eisenach und Erfurt können sich noch anmelden: Tel. 0160‐96860780 oder a.husemeyer@gmx.de. Die Workshops richten sich an Schülerinnen und Schüler der 6. bis 12.
Klassen und sind kostenfrei.

Hintergrund:
Im Rahmen des Themenjahres schenken die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland und das Bistum Erfurt der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen eine neue Tora‐Rolle als Zeichen der Versöhnung. Die Tora wird durch Rabbiner Reuven Yaacobov von Hand geschrieben. Das Jubiläum wird zudem durch zahlreiche Veranstaltungen begleitet. Das Projekt sollte schon viel eher mit Vor-Ort-Terminen beginnen, Corona-bedingt fanden bisher fünf Veranstaltungen digital statt.

Weitere Informationen im Internet: www.juedisches-leben-thueringen.de

Autor:

susanne sobko aus Eisenach-Erfurt

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