Die Reformation vor der eigenen Haustür

Auch die Stadt Meiningen, deren Marktplatz von der Stadtkirche »Unserer lieben Frauen« mit ihren aufragenden Türmen dominiert wird, ist Schauplatz zahlreicher Veranstaltungen im Reformationsjahr.
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  • Foto: Harald Krille
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Umfangreiches Festprogramm des Propstsprengels Meiningen-Suhl im Jubiläumsjahr

Von Susann Winkel

Im Januar und Februar sind noch einige Lücken, ebenso im Hochsommer und ganz am Ende des Jahres, nach dem Trubel rund um den Reformationstag. Sonst jedoch ist der Kalender von Regionalbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt für 2017 bereits bestens gefüllt. Und das allein mit jenen Terminen zum Jubiläumsjahr, die sozusagen vor der eigenen Haustür liegen, in ihrem Propstsprengel Meiningen-Suhl.
Der erstreckt sich – anders als der Name vermuten lässt – über sieben Kirchenkreise von Arnstadt ganz im Norden über Ilmenau, Rudolstadt, Saalfeld bis nach Sonneberg und Hildburghausen im Süden und wieder hinauf bis nach Bad Salzungen. Ausgespart bleibt nur die Region um Schmalkalden, die aus der Geschichte heraus zur Evangelischen Landeskirche Kurhessen-Waldeck gehört.
Was alles wo und wann zu sehen, zu hören und zu erleben sein wird in diesem Jahr im Propstsprengel, das listen die dreizehn Blätter eines großformatigen Kalenders auf, den Kristina Kühnbaum-Schmidt im Dezember gemeinsam mit Peter Taeger vorstellte. Dreizehn, weil es für den Oktober gleich zwei Blätter brauchte, um alle Veranstaltungen zu vermerken. Peter Taeger, bis zum vorigen Sommer Superintendent des Kirchenkreises Saalfeld-Rudolstadt, seither Reformationsbeauftragter des Propstsprengels, hat sie im September und Oktober zusammengetragen. Eine üppig dreistellige Zahl, die im Kalender ergänzt wird um Höhepunkte des Jubiläumsjahres im Nahbereich in Eisenach, Erfurt, Coburg und eben Schmalkalden. Und zu denen noch manches erst später geplantes Vorhaben hinzukommt wie eine Thesentür in Suhl.
Dass es – abgesehen von Möhra im Wartburgkreis als Stammort der Familie Luther – keine authentischen Lutherorte im südlichsten Propstsprengel der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland gibt, mag aus touristischer Perspektive sehr bedauerlich sein. Inhaltlich jedoch ermutigt es dazu, sich von der Zentralfigur Luther zu lösen und auf die reformatorische Bewegung als Ganzes zu blicken. Und zwar vor Ort. Wie vollzog sich der Wandel damals vor 500 Jahren im Süden Thüringens und was ist aus den Ideen der Reformation geworden?
An interessanten Persönlichkeiten neben und nach Luther mangelt es nicht, sei es der Eisfelder Reformator Justus Jonas oder die dem neuen Glauben zugewandte Gräfin Katharina von Schwarzburg. Ihre Geschichten, ihre Wirkung gilt es 2017 zu entdecken bei Ausstellungen und Vorträgen. Gefeiert, gepilgert, gepredigt, musiziert, diskutiert und Theater gespielt wird natürlich auch. Es wird ein ziemlich volles Jahr – nicht nur für Kristina Kühnbaum-Schmidt.

Autor:

EKM Süd aus Weimar

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