»Getragen wagen«: Die St.-Johannis-Kirche Staßfurt-Leopoldshall von oben entdecken
Klettergarten als Türöffner

Drei Wochen lang kann ab 29. Mai die St.-Johannis-Kirche in Staßfurt-Leopoldshall aus einer ganz anderen Perspektive erlebt werden. Das Kletterprojekt »Getragen wagen« der Evangelischen Jugend Anhalts macht in diesem Jahr Station im Salzlandkreis.
Das zentrale Element von »Getragen wagen« ist der mobile Hochseilgarten mit seinen unterschiedlichen Herausforderungen. Über eine Kletterwand erklimmt man eine Plattform in rund vier Meter Höhe. Von dieser Plattform gehen verschiedene Routen ab: Ein Balken zum Balancieren, eine Hängebrücke, eine wackelige Seilbrücke. Jede dieser Routen bedeutet für die Teilnehmer ein mehr oder weniger großes Wagnis. Die Kirche wird aber nicht zur Sporthalle. Landesjugendpfarrer Matthias Kopischke erklärt, vielmehr gehe es bei »Getragen wagen« darum, »die Kirche und das Inventar einer Kirche kennenzulernen und Orgel oder Altar mit solchen erlebnispädagogischen Möglichkeiten zu entdecken«.
Rund drei Stunden dauert so ein erlebnispädagogischer Durchgang bei »Getragen wagen«, bei dem das Klettern nur eine von mehreren Stationen ist. Aus der Erfahrung der vergangenen Jahre wissen die anhaltischen Erlebnispädagogen, dass viele Besu-
cher – überwiegend Schulklassen – zum ersten Mal eine Kirche besuchen. »Wir zeigen Kirche auf andere Art«, sagt Matthias Kopischke. »Der Klettergarten ist der Türöffner, um Menschen in die Kirche zu holen und sie mit Gemeindeleben in Kontakt zu bringen.

Sportliche Höchstleistungen sind Nebensache

Um Gemeinschaft und Vertrauen so zu erleben, wie Christen es verstehen, muss man nicht erst den Kletterparcours erklommen haben. Das lässt sich schon erfahren, wenn man mit beiden Beinen auf festem Boden um das Taufbecken steht. Um den Taufstein herum liegt ein daumendickes Tau. Mit diesem Tau wird »Getragen wagen« praktisch erlebbar. Jeder aus der Gruppe hakt sich mit seinem Klettergeschirr in das Seil ein und lässt sich einfach nach hinten fallen. Das ist das sprichwörtliche »in den Seilen hängen«, aber keiner fällt. »Bei der Taufstein-Übung lässt sich Gemeinde erleben«, erklärt Mat­thias Kopischke. »Die Botschaft: Gemeinschaft gibt Halt und Sicherheit.«
Erst am Schluss geht es dem Himmel ein Stückchen näher. Den Hochseilgarten betreut Trainer Uwe Kretschmann.
Sportliche Höchstleistungen sind Nebensache. »Getragen wagen« vermittelt einen neuen Zugang zum Kirchenraum. Es ist ein Wagnis emporzusteigen, aber wer im Seil hängt, spürt, wie es ist, getragen und gehalten zu werden. »Das sollen die Gäste spüren«, sagt Uwe Kretschmann. »Wir wollen erlebbar machen, wie wir uns als Christen von Gott getragen fühlen.«
Mitklettern können Schulklassen, Kinder- und Jugendgruppen, Vereine und andere Gruppen. Mindestalter zehn Jahre. Einige wenige Termine für erlebnispädagogische Einheiten in der St. Johannis-Kirche Staßfurt-Leopoldshall sind noch frei.Thorsten Keßler

Infos/Anmeldung: Silvia Schmidt, Telefon (01 77) 3 01 66 90 oder E-Mail: silvia.schmidt@kircheanhalt.de

Autor:

Online-Redaktion aus Weimar

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