Sven Baier wird als Bernburger Kreisoberpfarrer eingeführt
»Ich verstehe mich als ›Hirte‹«

Ein Befragungskonvent ehren- und hauptamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatte ihm schon Ende Mai mehrheitlich das Vertrauen ausgesprochen. Die anhaltische Kirchenleitung hat ihn im Juni berufen. Als Schlusspunkt wird Pfarrer Sven Baier in einem Gottesdienst am 2. September in der Bernburger Schlosskirche Sankt Aegidien als Kreisoberpfarrer des Kirchenkreises Bernburg eingeführt (14 Uhr). Dies übernimmt Kirchenpräsident Joachim Liebig. Die Predigt hält Kreisoberpfarrer Baier selbst. Im Gottesdienst musizieren die Kantorei St. Aegidien und die Bernburger Blechbläser unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Sebastian Saß. Beteiligt sind weitere haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kirchenkreises.
Sven Baier ist als Kreisoberpfarrer für acht Jahre berufen. Er hat die geistliche Leitung und die Dienstaufsicht in seinem Kirchenkreis, in dem rund 7 300 evangelische Christen in 30 Kirchengemeinden leben. Er ist seit Juli vorigen Jahres amtierender Kreisoberpfarrer, weil sein Vorgänger Karl-Heinz Schmidt aus persönlichen Gründen sein Amt niedergelegt hatte. Sven Baier bleibt in einer halben Stelle Pfarrer der Schlosskirchengemeinde, wo er seit 2001 tätig ist.
Sven Baier, Jahrgang 1963, stammt aus Berlin und war nach dem Abitur und dem Militärdienst Buchhändler in Leipzig. Zum Glauben kam er nach der Teilnahme an einem »Erwachsenenseminar« und der Taufe 1986. Er studierte in Leipzig, Berlin und Lyon Theologie sowie ab 1990 Philosophie und Geschichte. Nach dem Vikariat und Arbeit als Religionslehrer wechselte er 2001 nach Anhalt an die Schlosskirche Sankt Aegidien, wo er auch ordiniert wurde. Er ist Mitinitiator der künstlerischen Neugestaltung der Schlosskirche Bernburg ab 2013. Sven Baier ist seit 1987 mit Christina Baier verheiratet. Das Paar hat zwei Söhne im Alter von 30 und 16 Jahren.
»Besonders am Herzen liegen mir die ›Schätze‹ der Kirche: Das sind die alten und neuen Glaubensäußerungen in der Gestalt des Gottesdienstes, in Musik, Kunst und Literatur«, sagt er. »Ich denke, wir stehen am Ende einer autoritär verfassten Kirche, die sich lange Zeit an weltlichen (politischen) Strukturen orientiert und damit Fremdbestimmungen zugelassen hat. Die Kirche ist jedoch ihrem Wesen nach geistbestimmt. Nur wenn sie sich dessen bewusst ist, wird sie neue Bedeutung gewinnen.« Dies sei mit dem Übergang zu einer gabenorientierten Gemeindeleitung verbunden. »Ich selber verstehe mich dabei ausdrücklich als ›Hirte‹, wobei auch ich täglich lernen muss, was Christus von seinen Hirten erwartet.«  (G+H)

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