Zeichen setzen: Kirche gegen Hass und Hetze

Auszüge aus dem Grußwort von Pröpstin Kristina Kühnbaum-Schmidt, Regionalbischöfin des Sprengels Meiningen-Suhl, zum Friedensgebet in der evangelischen Kirche in Themar, mit 400 Teilnehmern die größte Demonstration gegen das Rechtsrock-Konzert.

Nächstenliebe braucht Klarheit – als evangelische Kirche wenden wir uns gegen Hass und Hetze jedweder politischer Couleur. Hier in Themar stehen wir als evangelische Kirche zusammen mit anderen friedlichen und demokratischen Akteuren gegen den Hass und die Hetze. Denn aus Sicht des christlichen Glaubens gilt: Mit dem biblischen Gebot, Gott und den Mitmenschen, den Nächsten, gleichermaßen zu lieben, ist es unvereinbar, andere Menschen zu verachten. Mit dem christlichen Glauben ist es unvereinbar, andere Menschen zu verfolgen, zu verletzen oder ihnen ein Leben in Freiheit und Menschenwürde zu verweigern.
Und wer immer sich auf das christliche Abendland beruft, muss wissen: Der christliche Glaube ist ein Glaube, für den Barmherzigkeit, Liebe und Frieden zentral sind. Weil Gott uns Menschen liebt, verdienen und brauchen das Leben und die Würde jedes Menschen Anerkennung und Schutz. Uns allen ist gemeinsam, dass wir Gottes Geschöpfe sind. Es gilt deshalb, einander Respekt und Anerkennung entgegenzubringen und zu zeigen, Begegnung und Dialog zu pflegen. Zwischen verschiedenen kulturellen und politischen Gruppen wie zwischen verschiedenen Religionen. Stärken wir uns gegenseitig darin, Brücken zu bauen zwischen unterschiedlichen politischen Meinungen, zwischen verschiedenen Kulturen und Religionen, zwischen verschiedenen sozialen Milieus. Treten wir gemeinsam in aller Klarheit ein für Nächstenliebe, Barmherzigkeit und Mitmenschlichkeit – zeigen wir heute und morgen und immer wieder alle gemeinsam und friedlich: Themar steht gemeinsam gegen Hass und Hetze. Lassen Sie uns für diese Stadt um Gottes Frieden und seinen Segen bitten.

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Autor:

Adrienne Uebbing aus Weimar

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