Noahs coole Arche

»Gott malt mit bunten Farben«, das zeigten die Akteure des Kinder- und Jugendzentrums »Jumpers« in Gera bei der Aufführung ihres Noah-Musicals auf vielfältige Weise.
  • »Gott malt mit bunten Farben«, das zeigten die Akteure des Kinder- und Jugendzentrums »Jumpers« in Gera bei der Aufführung ihres Noah-Musicals auf vielfältige Weise.
  • Foto: Wolfgang Hesse
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Fröhlich, bunt und individuell gehen die Jumpers in Gera christliche Themen an und zeigen Kindern und Jugendlichen, die kaum Kontakt zur Religion haben, wie Kirche ist.

Von Wolfgang Hesse

Cool, cool, supercool, Noah ist ein cooler Held«, so beginnt die biblische Geschichte, die als Kindermusical in nicht ganz einer Woche bei Jumpers e.V. (Jugend mit Perspektive) in Gera einstudiert wurde. Cool ist vieles bei Jumpers. Das sagt nicht nur Annette Steppan, die zusammen mit Carsten Dax das Projekt leitet.
Jumpers gilt als ein anerkannter Erprobungsraum der Evangelischen Kirche Mitteldeutschlands (EKM), als eine alternative Form von Kirche. Seit Oktober 2015 hat das Kinder- und Familienzentrum in der Plattenbausiedlung im Süden Geras wochentags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Hier erwartet die Kinder und Jugendlichen ein offenes Angebot mit Workshops.
»Im Laufe der Zeit haben wir bemerkt: Kinder und Eltern kommen bei uns in Kontakt, hören von Gott, fangen an, nach Gebet und Glauben zu fragen«, erklärt Annette Steppan, Erzieherin, Jugendreferentin und Theaterpädagogin. »Im respektvollen Umgang untereinander erlebe ich viele Kinder und Eltern, die über christliche Themen
nachdenken.«
Im Neubaugebiet leben überwiegend Menschen und junge Familien, die meist ohne christlichen Glauben aufwachsen oder aufgewachsen sind. Gerade aus diesen Familien kommen die Kinder zu Jumpers.
Das Musicalprojekt gehört zu den regelmäßigen Angeboten, die gerade während der Ferien stattfinden. Hörspielproduktionen, ein Osterprogramm, Ausflüge mit Übernachtung während der Sommerferien oder der Bau einer Legostadt zum Thema Jeremia nennt Annette Steppan nur einige der vergangenen Ferienangebote.
Die beiden Projektleiter werden regelmäßig durch ehrenamtliche Helfer und Mitarbeiter unterstützt. Eine davon ist Heidi Steffes von der Pfingstgemeinde in Gera-Ernsee. Von ihr kam die Idee für die musikalische Noah-Geschichte, und sie war an der Umsetzung und Durchführung des Kindermusicals maßgeblich beteiligt.
Das Tolle diesmal ist, so Heidi Steffes, dass auch Eltern bei der Realisierung mitgeholfen haben. Für sie ist dies ein großer Erfolg von Integration – und nicht selbstverständlich. »Die Geschichte um Noah und die Arche war für fast alle Kinder völlig neu«, betont Annette Steppan. »Es macht ihnen Spaß, aber sie haben wenig Geduld. Sie brauchen viel Aufmerksamkeit. Doch die Arbeit lohnt sich. Für uns ist es eine tolle und schöne Herausforderung und für die Kinder eine Neuentdeckung. Es ist erstaunlich, wie schnell Kinder lernen.« Alle haben mitgeholfen, haben Tiere gebastelt und fanden auch die Kulisse ganz spannend. Bereits Wochen vorher haben die Kinder die Lieder kennengelernt und sich gut darauf eingelassen. Es ist für alle ganz normal, wenn von Gott geredet wird. Mit viel Freude nahmen alle Mitwirkenden und Helfer den verdienten Beifall der Besucher entgegen, als Dank und Motivation für das Weitermachen zugleich.
Ein weiterer Ort der Begegnung wird am 9. März 2017 bei Jumpers eingeweiht. Es ist ein Familienraum mit Elterncafé. Hier möchte man jungen Eltern helfen, miteinander ins Gespräch zu kommen und zu gemeinsamen Indoorspielen mit ihren Kindern animieren. »Wir suchen gezielt den Kontakt zu den Eltern, um Situationen in den Familien zu erfahren, wo wir helfen können«, sagt Annette Steppan.
Jumpers als übergemeindliche Organisation ist ein bemerkenswertes Beispiel für das Miteinander im Rahmen der Evangelischen Allianz, betont Heidi Steffes und lobt das »super Team von Jumpers«, das es versteht, den christlichen Glauben auf ganz nette und natürliche Weise erlebbar zu machen und weiterzugeben. Aus den verschiedenen freikirchlichen Gemeinden des Stadtgebietes kommen ehrenamtliche und freiwillige Helfer. Es gibt ein gutes Miteinander mit den Pfarrern Michael Schlegel von der evangelischen und Thomas Hajek von der katholischen Gemeinde in Gera-Lusan.
»Wir Christen haben begriffen, vieles gemeinsam anzupacken und damit aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt«, sagt Heidi Steffes.

Autor:

EKM Süd aus Weimar

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