Das nächste Montagsgespräch in Kloster Donndorf widmet sich dem Geist Dietrich Bonhoeffers, der im Februar 120 Jahre alt geworden wäre. Dr. Thomas A. Seidel, Pfarrer i. R. aus Weimar, wird in seinem Vortrag der Frage nachgehen, wie Bonhoeffer sich seine „innere Freiheit und radikale Zivilcourage“ bis zuletzt bewahren konnte.
Welcher Prägungen und Werte bedarf es, damit ein Mensch seine innere Freiheit höher bewerten kann als den eigenen Tod? Im Falle Dietrich Bonhoeffers sieht Dr. Thomas A. Seidel eine „Mischung aus reflektierter Frömmigkeit und Weltoffenheit“ als Ursache seiner Furchtlosigkeit. Den Grundstock dafür habe die Familie gelegt. Dabei sei es vor allem die Großmutter gewesen, die den Jungen inspiriert und seine Persönlichkeit gefestigt habe. Dr. Seidel spricht in diesem Kontext von der „Familie als Erprobungsraum der Freiheit“. Dabei suchte Bonhoeffer als Reisender und Kosmopolit die Freiheit auch im Außen. Seine Erfahrungen auf Reisen seien eng mit seiner Theologie verwoben und hätten ihn zu „ökumenischer Weite“ geführt.
Das Montagsgespräch findet am 2. Februar um 19:30 Uhr in Kloster Donndorf statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Anstelle eines Eintritts bittet die Ländliche Heimvolkshochschule um eine Spende.
Autor:EKM |