Klingender Wochenkalender
Eine Glocke aus Anhalt

Die Glocken von Straguth, rechts eine original anhaltische Glocke der Gießerei Johann Koch aus dem Jahr 1680.
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  • Die Glocken von Straguth, rechts eine original anhaltische Glocke der Gießerei Johann Koch aus dem Jahr 1680.
  • Foto: Heiko Rebsch / Ev. Landeskirche Anhalts
  • hochgeladen von Johannes Killyen

Der klingende Wochenkalender der Landeskirche Anhalts führt diese Woche nach Straguth bei Zerbst: In Anhalt gab es nachweislich nur eine Glockengießerei. Diese befand sich in Zerbst und wurde von Johann Koch begründet. Johann Koch sen. und jun. gossen nachweislich ab 1656 Glocken. Dass Anhalt ausgerechnet in dieser Zeit einen Glockengießer hervorbrachte, dürfte mit dem Bedarf nach Ende des Dreißigjährigen Krieges zusammenhängen. Und vielleicht hat eben diese Erfahrung von der verheerenden Wirkung des Krieges auch den Ausschlag gegeben, dass die meisten Koch-Glocken, auch die Straguther, der protestantische Wahlspruch „Verbum Domini Manet in Aeternum“ („Gottes Wort bleibt in Ewigkeit“) aus dem 1. Petrusbrief ziert. Mindestens 22 Glocken gossen Kochs für Anhalt, nur fünf davon existieren noch heute. Neben Straguth zeugen außerdem noch die Dorfkirchen von Kerchau, Luso, Bonitz und Zieko vom Wirken dieser Familie.

Die Glocken in Straguth zum Nachhören

Text: Pfarrer Kornelius Werner, Glockensachverständiger der Ev. Landeskirche Anhalts

Aufnahme: Kantor Steffen Klimmt

Der Wochenspruch für die 19. Kalenderwoche: "Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet." (Ps 66,20)

Die Glocken von Straguth, rechts eine original anhaltische Glocke der Gießerei Johann Koch aus dem Jahr 1680.
Glocke der Firma Koch aus Anhalt, Straguth 1680
Autor:

Johannes Killyen

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