Zwei Räder und ein Halleluja

Helmkreuz: »MoGo« im Magdeburger Dom mit Biker-Pfarrer Michael Kleemann (rechts)
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Motorradfahrer-Gottesdienste: Ende April beginnt die Saison

Von Michael Kleemann, Superintendent im Kirchenkreis Stendal

Eine volle Kirche, auch mal jenseits des 24. Dezember – davon träumen die meisten Pfarrer! Eine Kirche voller schwarzer Lederjacken, das wäre vor 30 Jahren eher ein Albtraum für manche Geistliche gewesen. Biker und Kirche – geht das überhaupt?
Ich selber bin begeisterter Motorradfahrer und bewege mich in der »Szene« seit vielen Jahren. Die meisten der sogenannten Biker sind nicht nur coole, sondern auch ziemlich nette Typen. Aber den Bezug zu Kirche und Gottesdiensten haben zugebenermaßen doch die wenigsten. Das liegt natürlich auch an unserer typisch ostdeutschen Geschichte. Und trotzdem füllen sich mehrmals im Jahr auch richtig große Kirchen (wie hier der Magdeburger Dom) mit schwarz- und ledergewandeten Frauen und Männern. Was macht einen »Bikergottesdienst« so besonders und auch für viele »Heidenkinder« so anziehend? Ist es die besondere Atmosphäre und Würde unserer altehrwürdigen Gemäuer oder das gemeinsame Gestalten eines »Helmkreuzes«? Ist es die Mischung aus guten Texten, nachdenklicher Andacht, cooler Musik und dem würdevollen Andenken an die im letzten Jahr verunglückten Motorradfahrer?
Kerzen entzünden, die Namen und Unglücksorte noch einmal wirken lassen. Und nicht zuletzt der Segen, mit dem alle dann wieder auf die Straße und in den Verkehr entlassen werden, verbunden mit der Hoffnung, dass der Schutzengel einen jetzt besonders im Blick hat. Es wird wohl die Mischung aus allem sein. Die Zahl der Motorradfahrer-Gottesdienste (MoGo wie sie liebevoll genannt werden) im Land und die Fan-Gemeinde jedenfalls wächst. Mittelweile treffe ich dort auch immer öfter Polizistinnen und Polizisten. Das freut mich als Polizeiseelsorger natürlich besonders. Nach allen Gottesdiensten wird immer auch zu einer gemeinsamen Ausfahrt eingeladen. Und natürlich darf man zu einem »MoGo« auch ohne Motorrad kommen! Die Biker-Gemeinde ist offen für jeden – auch für Radfahrer und Fußgänger.

Bikergottesdienst:
Sonnabend, 28. April, 10 Uhr, Martinskirche in Bernburg

Autor:

Online-Redaktion aus Weimar

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