Der letzte Halt vor Wittenberg

Das ganze Jahr ist Markt auf dem Karlsplatz im Bernburger Stadtzentrum. 
Am 18. Mai werden hier der weit gereiste Reformations-Truck und zwei Bühnen stehen.
  • Das ganze Jahr ist Markt auf dem Karlsplatz im Bernburger Stadtzentrum.
    Am 18. Mai werden hier der weit gereiste Reformations-Truck und zwei Bühnen stehen.
  • Foto: Engelbert Pülicher
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Europäischer Stadtionenweg: Reformations-Truck erreicht am 18. Mai Bernburg

Langsam kommt Stimmung auf«, sagt Kreisoberpfarrer Karl-Heinz Schmidt mit Blick auf den Europä­ischen Stationenweg. Am 18. Mai hält der Reformations-Truck auf dem Bernburger Karlsplatz und bringt Geschichten aus vielen Teilen Europas mit. Die Menschen aus Bernburg und Umgebung können ihre eigenen von den Wendepunkten ihres Lebens oder vom »Salz der Erde – Leben mit Geschmack« – so das Motto für Bernburg – hinzufügen, bevor sich das Gefährt am 19. Mai in Richtung Lutherstadt Wittenberg zur Weltausstellung der Reformation in Bewegung setzt. Bernburg ist die letzte Station des Weges, der am 3. November vorigen Jahres in Genf gestartet war und auf den Spuren der Reformation und ihrer Persönlichkeiten insgesamt 68 Stationen in 19 Ländern umfasst. Die Stadt Bernburg ist Partner des Ereignisses und feiert ihr Stadt- und Rosenfest im Jahr des 500. Reformationsjubiläums etwas länger, und zwar vom 18. bis 21. Mai. Wie viele Menschen bei der Vor- und Nachbereitung sowie im Programm mitwirken, ist, wie immer bei solchen Treffen, schwer zu beziffern. Aber rund 100 sind es bestimmt, so der Kreisoberpfarrer. Besonders freut er sich darüber, dass das Bernburger Salzwerk »esco« einen originalen Türstock aus dem Salzschacht auf den Karlsplatz stellen wird – passend zum reformatorischen Schwerpunkt »Tore in die Neuzeit« und dem Bernburger Motto »Salz der Erde«.
Annett Helmecke-Possehl, Mitarbeiterin des anhaltischen Projektbüros »Luther 2017«, übermittelte das Bernburger Programm. Danach wird der Truck am 17. Mai auf dem Karlsplatz in Bernburg eintreffen. Zur Eröffnung des Geschichtenmobils um 18.30 Uhr werden Kirchenpräsident Joachim Liebig und Oberbürgermeister Henry Schütze erwartet. Den Hauptfesttag (18. Mai) eröffnen Ministerpräsident Reiner Haseloff, der Kirchenpräsident und der Oberbürgermeister um 10 Uhr auf der Hauptbühne. Das Programm des Tages läuft an mehreren Orten. Auf der Hauptbühne führen Kinder der Evangelischen Grundschule das Musical »Mönsch Martin« auf (11 Uhr), geben die Folkloreband »Tagelöhner« (14.15 Uhr) und die anhaltischen Blechbläser Konzerte (17 Uhr), bevor um 18 Uhr der Gottesdienst beginnt, den Kirchenpräsident Liebig und die anhaltischen Blechbläser gestalten. Am Abend folgen ein Konzert des christlichen Liedermachers Samuel Harfst und Band (19 Uhr) und die Preisverleihung des Geschichtenwettbewerbes, bevor der Rocksänger und Liedermacher Heinz Rudolf Kunze um 21 Uhr seinen Auftritt hat und den Tag mit einem Soloprogramm beschließt.
Diskussionen prägen das Programm auf einer kleinen Bühne, so über »Reformation und Politik« mit dem Ministerpräsidenten und dem Kirchenpräsidenten (10.30 Uhr), über »Reformation und Diakonie« mit Vertretern diakonischer Einrichtungen, über »Reformation und Bildung« mit Angret Zahradnik, bis vor kurzem Schulleiterin des Campus Technicus, und Oberkirchenrätin Ramona Eva Möbius (13.45 Uhr) oder »Reformation und Bernburg« mit Kirchen-Archiv-Leiter Jan Brademann aus Dessau-Roßlau und dem Bernburger Museumsdirektor Roland Wiemann (16 Uhr). Dazwischen unternimmt Kirchenclown Leo eine Reise in das Leben Jesu (15.15 Uhr).
Dass Bernburg eine Station auf dem Europäischen Stationenweg ist, hängt auch mit dem Fürsten Wolfgang von Anhalt (1492–1566) zusammen. Er führte 1525 in Köthen und 1526 in Bernburg die Reformation ein. Über das Leben und Wirken Wolfgangs, der den Beinamen »der Bekenner« erhielt, informiert seit 22. Januar und bis 28. Mai eine Ausstellung im Bernburger Schlossmuseum. (ast)

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