Aus der Kirche rausgehen und „dem einen verlorenen Schaf nachzugehen" sah sich Pfarrer Hauskeller in der DDR verpflichtet. Er eckte mit seiner erfolgreichen Jugendarbeit an. Die Stasi nannte ihn „Hai" und vertrieb ihn im Zusammenspiel mit Kirchenvertretern aus Zella-Mehlis – trotz Gegenwehr der Kirchgemeinde.
Doch auch in seiner neuen Gemeinde Sondershausen-Stockhausen fühlte sich nicht nur die lokale SED von ihm herausgefordert, als er etwa 1977 auf einem Gottesdienst-Plakat ankündigte, alte Zöpfe abzuschneiden. Auch sein Vorgesetzter arbeitete gegen ihn.
Anfang 1992 sah Pfarrer Hauskeller eine Stasi-Akte ein. Pfingsten 2025 bat ihn seine Kirche endlich offiziell um Vergebung.
Ein biografisches Gespräch von Prof. Dr. Friedemann Stengel (Universität Halle) und Regionalbischof Tobias Schüfer mit Pfarrer Jürgen Hauskeller. Moderation: Henry Bernhard (Deutschlandfunk).
Um Anmeldung wird gebeten.
Autor:EKM |