Berichtet
Reformierte Synode  löst Pfarrstelle auf

Traurig beschloss die Synode des Reformierten Kirchenkreises in ihrer jüngsten Sitzung, die reformierte Pfarrstelle in Aschersleben zum 31. Dezember 2018 aufzuheben.
Von Renate Wähnelt

Sie trägt damit der Tatsache Rechnung, dass die Gemeinde seit mehr als zwei Jahren nicht genügend Mitglieder findet, die als Presbyterium die Gemeindeleitung übernehmen, berichtete die Senior Jutta Noetzel der Synode. Ausdrücklicher Wunsch der Gemeindeglieder ist es, dass zweimal monatlich ein reformierter Gottesdienst und einmal ein Gemeindenachmittag angeboten werden, ergänzte Präses Ute Gabriel-Betzle.
Jutta Noetzel hatte den Werdegang skizziert: Nach dem Rücktritt der Presbyteriumsmitglieder suchte das Moderamen (Kreiskirchenrat) mit der Gemeinde nach Lösungen. Neben der Neuwahl eines Presbyteriums kommen ein Gemeindeverband, eine Fusion oder die Aufhebung der Gemeinde in Betracht. Trotz vieler Gespräche hätten sich nicht die mindestens vier Presbyteriumskandidaten gefunden, sagten Jutta Noetzel und Ute Gabriel-Betzle der Synode. Ein Kirchengemeindeverbund mit dem Kirchspiel Aschersleben kam ebenfalls nicht zustande. »Wir können für Aschersleben mit den 83 Mitgliedern keine halbe Pfarrstelle rechtfertigen, wenn sie nicht mehr die Kraft hat, ein eigenes Presbyterium aufzustellen. Eine viertel Stelle gibt es in unserer Landeskirche nicht, so dass leider nur die Aufhebung bleibt«, führte die Senior aus.
Nachdem es allein 2017 drei Gemeindeversammlungen gab, teilten zwei Mitglieder des Moderamens beim Gottesdienst zwei Wochen vor dem Synodenbeschluss der Gemeinde diese Konsequenz mit. »Es erhob sich kein Widerspruch«, erinnerten sie sich. Der betroffene Pfarrer Peter Eichfeld merkte allerdings in der Synode an, dass es konkret zur Stellenaufhebung wohl nochmals eine Gemeindeversammlung hätte geben müssen. Präses Ute Gabriel-Betzle unterstrich, dass die pfarramtliche Versorgung gewährleistet werde, wie es die Gemeinde wünscht. Denn die Synode beschloss auch, dass das Moderamen Wege für ein Zusammengehen der Aschersleber mit einer anderen reformierten Gemeinde prüft.
Gegen die Aufhebung der Pfarrstelle ist Widerspruch eingelegt worden. Das Verfahren läuft.

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Online-Redaktion aus Weimar

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