Preis, Ruhm und Ehre, #9

Händelfestspielorchester Halle | Foto: Falk Wenzel

Im Rahmen der Magdeburger Telemann-Festtage 2026

Händelfestspielorchester Halle
Karola Sophia Schmid - Sopran
Julia Böhme - Alt
Aaron Godfrey-Mayes - Tenor
Andreas Beinhauer - Bariton
Valentin Ruckebier - Bass
Attilio Cremonesi - Leitung
Georg Philipp Telemann Ouverturensuite D-Dur TWV 55:D18, Festmusik „Ich sonst beglücktes Land“ TVWV deest, Konzert D-Dur TWV 52:D3, Magnificat C-Dur TVWV 9:17

***

Wie Telemanns Musiken zur Geburt des Erbprinzen Leopold (siehe #5 und #6), liegt auch der Festmusik „Ich sonst beglücktes Land“ ein für die Habsburger Monarchie herausragendes Ereignis zugrunde: die Krönung Karls VI. zum Römisch-Deutschen Kaiser im Dezember 1711 in Frankfurt am Main. Telemann, zu dieser Zeit Kapellmeister am Hof zu Sachsen-Eisenach, lieferte dafür ein Werk, das für unsere Kenntnis des Komponisten eine besondere Stellung einnimmt. Es ist seine früheste bekannte Festmusik und es wurde erst jüngst entdeckt. Im Dialog der Allegorien Teutschland, Phoebus, Fama, Reichs-Herold und Untertanen des Römischen Reichs – daher auch die Genrebezeichnung „Drama per Musica“ – wird das wegen der anhaltenden Kampfhandlungen im Spanischen Erbfolgekrieg betrübte Deutschland getröstet; Friedenshoffnung und Friedensbotschaft sind die zentralen Themen. Ebenso wie im noch älteren, wohl bereits in Leipzig komponierten C-Dur-Magnificat und in der Ouvertürensuite in D-Dur kann Telemann über ein klangprächtiges Ensemble mit Trompeten und Pauken verfügen. Der Jubel beider Vokalwerke erscheint ganz im Klanggewand des frühen 18. Jahrhunderts, wobei hier insbesondere dem Chor eine herausragende Rolle zukommt.

Das Händelfestspielorchester Halle hat sich mit einem großartigen Vokalensemble der Werke angenommen. Zu erwarten ist ein Ohrenschmaus mit Kleinodien aus Telemanns Frühwerk, darüber hinaus eine hochspannende Reise in die Welt barocker Politik und Diplomatie, die sich in besonderer Weise sinnlich überwältigender kultureller Praktiken bediente.

Dauer: 90 Minuten ohne Pause
18.30 Uhr Konzerteinführung

In Kooperation mit dem Händelfestspielorchester und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Abteilung Musikwissenschaft.

Autor:

Telemannzentrum Magdeburg

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