Im Rahmen der Magdeburger Telemann-Festtage 2026
Kölner Akademie
Hanna Herfurtner, Elena Harsányi - Sopran
Elvira Bill - Alt
Georg Poplutz - Tenor
Johannes Hill - Bariton
Thomas Bonni - Bass
Michael Alexander Willens - Leitung
Georg Philipp Telemann: Kirchenmusik „Auf Christenheit! begeh ein Freudenfest!“ TVWV 12:1a,b; Libretto von Johann Georg Pritius
***
Die Frankfurter Festmusiken werden am 15. März in zwei Teilen aufgeführt. Für beide Teile ist ein individuelles Ticket erforderlich. Bei Buchung für beide Veranstaltungen wird ein Rabatt auf den Gesamtpreis berechnet. Für die Zeit zwischen den Aufführungen besteht die Möglichkeit, an einem Buffet im Hotel Ratswaage teilzunehmen.
Link: Teil 2 der Festmusik um 14.00 Uhr
Mit den Frankfurter Festmusiken zur Geburt des habsburgischen Erbprinzen Leopold vom Mai 1716 erklingen zwei überaus prächtige Werke aus Telemanns Feder. Dem Komponisten stand ein außergewöhnlich reiches Arsenal an Instrumenten zur Verfügung – drei Trompeten, Pauken, Oboen und Traversflöte sowie ein fünfstimmiges Vokalensemble für die vormittägliche Kirchenmusik; je drei Hörner und Trompeten, Pauken, Oboen und drei obligate Fagotte sowie sechs Vokalsolisten und ein vierstimmiger Chor für die abendliche Serenata. Mit diesem Klangkörper und den genau auf den Anlass zugeschnittenen Texten erfüllen die Musiken komplexe Aufgaben von der Huldigung Frankfurts an das Kaiserhaus bis zur großangelegten Freudenfeier. Immerhin ging es hier um einen Thronfolger, der für den Fortbestand der habsburgischen Linie nötig war und dessen Geburt den Untertanen die Sorge vor einem erneuten Erbfolgekrieg (nach dem soeben erst beendeten spanischen) nahm. Zugleich konnte der Frankfurter Magistrat in einer Phase innenpolitischer Schwierigkeiten ein positives Signal nach Wien senden. Selten wird die enge Verbindung von Politik und Kunst so klar in einem Werk erfahrbar, überstrahlt von einer großen Dankbarkeit für Frieden wenigstens innerhalb der deutschen Grenzen.
Mit der Kölner Akademie unter Michael Alexander Willens nimmt sich ein für seine prägnante Spielweise und seinen Entdeckergeist bekanntes Ensemble der telemannschen Festmusiken an, die in ihrer Grundaussage heute unter mancherlei Aspekten aktueller denn je erscheinen.
Dauer: 45 Minuten ohne Pause
Konzerteinführung 10.30 Uhr
Autor:Telemannzentrum Magdeburg |