Festival in Weimar
Explosion jüdischer Kreativität

Die Jugendklezmerband sucht in diesem Jahr wieder nach Teilnehmern. Ob Oboe, Geige oder Klarinette – alle Instrumente sind in diesem Workshop willkommen, der im Rahmen der Festival-Woche veranstaltet wird.
  • Die Jugendklezmerband sucht in diesem Jahr wieder nach Teilnehmern. Ob Oboe, Geige oder Klarinette – alle Instrumente sind in diesem Workshop willkommen, der im Rahmen der Festival-Woche veranstaltet wird.
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  • hochgeladen von Michael von Hintzenstern

Der Yiddish Summer Weimar (YSW), das wohl größte jiddische Festival seiner Art in Europa, steht in den Startlöchern und wartet mit einer Vielzahl an Konzerten sowie Musik-, Sprach- und Tanz-Workshops für jedes Alter und jeden Kenntnisstand auf. Der Treffpunkt der internationalen Klezmer- und Jiddisch-Szene erwartet diesen Sommer bis zu 10000 Gäste und hunderte Workshop-Teilnehmer aus aller Welt.
Neben den beliebten Kursleitern – international anerkannte Tänzer, Musiker und Künstler – besticht der YSW auch durch sein pädagogisches Konzept. Festival-Chef Alan Bern erläutert hierzu: „Die meisten von uns lernen Musik nur mit Noten – aber das entfernt die Lernenden vom Territorium der Musik: dem Klang! Eine Möglichkeit, dies zu überwinden, ist das direkte Lernen nach Gehör, ein anderer Weg ist die Improvisation, die einen unmittelbar auf musikalische Impulse reagieren lässt. “ Allabendliche Sessions und Konzerte mit viel Platz zum vor-behaltslosen Ausprobieren und Im-provisieren vervollständigen diesen Ansatz. So versprechen die Organisatoren des diesjährigen Festivals vom 12. Julibis 17. August "eine Explosion jüdischer Kreativität". Dabei werde anlässlich des 100. Geburtstags der Weimarer Republik mit der "Weimar Republic of Yiddishland" zugleich eine neue ausgerufen, teilte die "Other Music Academy" (OMA) in der Klassikerstadt mit.
Die 19. Ausgabe des fünfwöchigen Festivals stehe damit für "eine "grenzenlose Republik der Kultur, der Musik, des Teilens und der Utopie", so Dirk Hornschuch vom OMA-Trägerverein.
Das Festival will damit an den Kreativschub erinnern, der sich zwischen den beiden Weltkriegen in der jiddisch-sprachigen Gemeinschaft Osteuropas ereignet hat. Es werden insgesamt zehn große Eigenproduktionen angeboten. Den Höhepunkt bildet dabei die Festwoche vom 27. Juli bis zum 3. August. Die Besucher können sich unter anderem auf eine Neuerzählung des klassischen Purimspiels freuen. Der Gründer des Yiddisch Summer, der US-Amerikaner Alan Bern, hat dafür die Gedichte Itziks Mangers um die Geschichte der Errettung des jüdischen Volkes durch Esther neu vertont.
"Ich freue mich darauf - gemeinsam mit einigen der kreativsten Theaterleute und Musikern unserer Tage – ein neues Stück Musiktheater auf Jiddisch, Deutsch und anderen Sprachen auf die Bühne zu bringen", erklärte der promovierte Komponist. "Di Megile vun Vaymar" soll am 25. Juli Weltpremiere feiern. Ein weiterer Höhepunkt vor dem Abschlussball ist die Welturaufführung der Orchesterfassung der einzigen erhaltenen jiddischen Oper Europas: "Bas Sheve" von Henech Kon.
(red)

yiddishsummer.eu 

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