Glaskunst: Die Dessauer Auferstehungskirche bekommt neu gestalteten Altarraum
Mehr Licht und neue Perspektiven

Im Wandel: So sieht die Auferstehungskirche seit Frühjahr 2017 aus. Gestaltete Glastüren im Altarraum sorgen ab Mitte September für noch mehr Licht.
  • Im Wandel: So sieht die Auferstehungskirche seit Frühjahr 2017 aus. Gestaltete Glastüren im Altarraum sorgen ab Mitte September für noch mehr Licht.
  • Foto: Johannes Killyen
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In der Dessauer Auferstehungskirche wird seit Mitte Juli gebaut. Im Zuge der Arbeiten wird sich der Altarraum auf bemerkenswerte Weise verändern. Durchbrochen wurde die Mauer hinter dem Altar, unterhalb des Glasbildes, das den auferstanden Jesus zeigt. Große Glastüren mit gestalteten Scheiben werden eingebaut, sorgen für mehr Licht und neue Perspektiven. „Sie werden gerade eingesetzt“, freute sich Gemeindepfarrerin Ina Killyen Mitte August.
Die Arbeiten werden betreut vom Magdeburger Architekturbüro Dr. Ribbert-Saalmann-Dehmel, das schon in der Vergangenheit an der Kirche tätig war. Die Glasfenster gestaltete Professor Christine Triebsch von der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle in Zusammenarbeit mit der Firma Glasmalerei Peters in Paderborn. Triebsch ist in Anhalt bekannt durch die Fenster, die sie im dem Projekt "Lichtungen" für die Lindauer Stadtkirche entwarf.
Der Innenraum der Auferstehungskirche sieht erst seit April 2017 so aus wie auf dem Foto. Ursprünglich sollte die heutige, nach Süden ausgerichtete Kirche der Mittelbau eines in den 1920er Jahren geplanten Gemeindezentrums sein, das so nie verwirklicht werden konnte. Sie wurde 1930 errichtet und ist vom Bauhaus-Stil geprägt. Der Altarraum erinnert ein wenig an eine Bühne. Die eigentliche Kirche sollte später auf dem geräumigen Grundstück am Fischereiweg angebaut werden. Doch dazu kam es durch die Kriegsvorbereitungen und den Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Wegen der starken Kriegsschäden konnte die Auferstehungskirche erst 1951 wieder in Dienst gestellt werden.
Prägend sind bis heute die Ausstattungsstücke der Dessauer Künstlerfamilie Kieser und die großen Buntglasfenster, die in Wort und Bild vor dem Krieg warnen. Seit den 1990er Jahren wurden die Kirche und ihr Anbau aus den 1970er Jahren modernisiert. Im Zuge der 2017 abgeschlossenen Arbeiten wurde eine Winterkirche mittels einer Glaswand vom großen Kirchenraum mit 240 Sitzplätzen abgeteilt.
Für die Arbeiten an der Altarwand läuft seit Herbst vorigen Jahres eine Spendenaktion. Bisher erbrachte sie rund 12 000 Euro, was etwa 30 Prozent der veranschlagten Kosten ausmacht. „Wir sammeln noch weiter für das Projekt“, so Pfarrerin Killyen, „zudem bekommen wir Hilfe von der Landeskirche und von Lotto Toto Sachsen-Anhalt.“ Im September werden die Bauarbeiten beendet sein. Dann wird die Gemeinde ihren neuen Altarraum mit einem Abendmahlsgottesdienst am 14. September um 18 Uhr wieder in Dienst stellen.
Angela Stoye 

Autor:

Online-Redaktion aus Weimar

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