Broschüre über Anhalt in der NS-Zeit

Dessau-Roßlau (epd) – In einer neuen Publikation beleuchtet die Landeskirche Anhalts ihre eigene Geschichte in der Zeit des Nationalsozialismus. Der Band einer mehrteiligen Reihe zur Historie der Landeskirche versammelt vor allem die Vorträge eines Studientages zum Thema, der 2015 in Bernburg stattfand. Die Kirchengeschichtliche Kammer hatte sich seit einigen Jahren mit der Geschichte befasst und arbeitete diese systematisch auf. Kirchenpräsident Joachim Liebig mahnte mit Blick auf die Vergangenheit: "Wir müssen aufpassen, dass wir als Kirche bei unserem Bekenntnis bleiben und uns nicht staatlichen Institutionen anschmiegen." Die Kirche sei in erster Linie den biblischen Grundlagen verpflichtet.
Die Zeit des Nationalsozialismus gehört laut der Publikation auch in der anhaltischen Landeskirche zu den dunklen Kapiteln. Zahlreiche Pfarrer und Kirchenvertreter hätten die NS-Ideologie nicht nur toleriert, sondern hätten sich durch sie blenden lassen und sie sich zu eigen gemacht, heißt es. Die Broschüre erläutert Schicksale anhaltischer Pfarrer in der NS-Zeit, die Gleichschaltung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in der Zeit zwischen 1933 bis 1945 und das kirchenleitende Handeln vor und nach 1945.

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Online-Redaktion aus Weimar

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