Altes Christus-Symbol neu umgesetzt

Weiße Paramente: Die Studentinnen Cornelia Buchheim (l.) und Margarita Wenzel gestalteten eine geometrische Schnittfigur von zwei Kreisen.
  • Weiße Paramente: Die Studentinnen Cornelia Buchheim (l.) und Margarita Wenzel gestalteten eine geometrische Schnittfigur von zwei Kreisen.
  • Foto: Kunsthochschule Halle
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Weißer Altarbehang schmückt evangelische Augustinerkirche in Erfurt

Seit der Osternacht schmückt ein neues Parament die evangelische Augustinerkirche in Erfurt. Der Altarbehang strahlt in Weiß – ganz in der Tradition der liturgischen Farben im Kirchenjahr. Er ist der zweite in einer ganzen Reihe, die an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle entstehen. Unter Anleitung von Professor Ulrich Reimkasten entwerfen und fertigen die Studentinnen Inka Schottdorf, Cornelia Buchheim und Margarita Wenzel die Behänge zusammen mit dem ebenfalls in Halle ansässigen Sepia-Institut für Textile Künste.
Das weiße Parament wird zu Weihnachten und Ostern aufgehängt und symbolisiert Christus als Licht der Welt. Ein altes Christus-Symbol in der Kunst ist die Fischblase. Sie ist eine geometrische Schnittfigur von zwei gleich großen Kreisen. »Die einzelnen Kreise stehen für in sich geschlossene Welten. Weil sie sich aber überschneiden, durchdringen sich diese Welten, wie auch das Göttliche und das Irdische in Jesus zusammengetreten sind«, so die Studentinnen.
Diesen Gedanken haben sie in ihrem Werk umgesetzt – unterstützt von Katharina Stark bei der Gewebeentwicklung, Isabell Schneider als Weberin, Lisa Runkehl in der Färberei und Ilona Fitzner bei der Konfektion. Für die Realisierung verwendeten sie verschiedene hochwertige Seidengarne und eine besondere Art der Viskoseseide, die aus Bananenblättern gesponnen wird. Diese »Bananenseide« wurde in der hochschuleigenen Färberei handgefärbt und macht sich im durchscheinenden Hintergrund der Kreise bemerkbar.
Das erste Parament in Rot war zum 500. Reformationsjubiläum im Oktober übergeben worden. Im Juni werden grüne und zum 1. Advent violette Paramente folgen. Die Gesamtkosten aller Paramente belaufen sich auf rund 36 000 Euro. Sie werden finanziert vom Freundeskreis des Evangelischen Augustinerklosters und aus Spenden. (G+H)www.augustinerkloster.de

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Online-Redaktion aus Weimar

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