Festwochenende zum Jubiläum mit Altbischof Roland Hoffmann
Pilgerin lief 1854 Kilometer mit Botschaften an den Papst aus drei Ländern

Arnhild Ratsch zu Beginn ihrer damaligen Pilgerreise.
  • Arnhild Ratsch zu Beginn ihrer damaligen Pilgerreise.
  • Foto: Kirchenkreis Altenburger Land
  • hochgeladen von susanne sobko

Unter dem Motto „Zu Fuß nach Rom“ wird vom 30. Juli bis 1. August zum Jubiläumswochenende anlässlich einer Pilgerreise von Arnhild Kump (ehemals Ratsch) von Thüringen nach Rom vor 20 Jahren erinnert. Die heutige Leiterin des Ökumenischen Pilgerzentrums Wien war als Botschafterin von Kirchen aus Deutschland, Italien und der Schweiz unterwegs. Zum Programm gehören ein Abend mit Filmvorführung und Präsentationen, eine Pilgerwanderung und ein Ökumenischer Festgottesdienst mit Altbischof Roland Hoffmann.

Start ist am kommenden Freitag (30. Juli, 16 Uhr) mit einem Begrüßungsabend mit Arnhild Kump mit Filmvorführung, Präsentationen und gemütlichem Beisammensein im Pfarrhof Nöbdenitz. Am Sonnabend folgt um 9 Uhr eine Morgenandacht mit Pilgersegen in der Kirche von Nöbdenitz, anschließend startet eine Pilgerwanderung auf dem Lutherweg nach Ronneburg mit Informationen zur Geschichte des Uranbergbaus. Zum Abschluss gibt es am Sonntag (1. August, 10.30 Uhr) einen Ökumenischen Festgottesdienst in der Kirche von Monstab mit Predigt von Altbischof Roland Hoffmann. Anschließend wird zum Imbiss eingeladen.

Am 29. Juli 2001 wurde Arnhild Ratsch in einem ökumenischen Gottesdienst in der Kirche zu Monstab im Altenburger Land von Roland Hoffmann, Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Thüringen, und Pastorin Beate Stöckigt, Referentin für Mission, Ökumene und Weltdienst in der Ev.-Luth. Kirche in Thüringen, als Botschafterin zu einem Pilgerweg nach Rom ausgesendet. Sie pilgerte auf den Spuren von Pfarrer Peter Wolf aus Monstab, der 1513 und 1518 zweimal nach Rom gewandert war. Im Gepäck hatte Arnhild Ratsch einen Geleitbrief, unterschrieben von sechs katholischen und evangelischen Bischöfen aus Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Der Brief an Papst Johannes Paul II. enthielt den Dank für „seinen unermüdlichen Einsatz für die Ökumene“ und die Bitte, weitere Schritte „auf dem Weg zu einer sichtbaren Einheit der Kirche in versöhnter Verschiedenheit“ zu unterstützen. Das Landratsamt Altenburg gab ebenfalls eine Grußbotschaft mit.

Unterwegs besuchte die Pilgerin zahlreiche Kirchengemeinden, Kommunen und Klöster und führte viele Gespräche mit Menschen, denen sie auf der Straße begegnete. In Zürich wurde ihr eine Grußbotschaft aller christlichen Gemeinschaften der Schweiz übergeben. Die Evangelische Kirche von Italien schloss sich dem historisch einmaligen Gemeinschaftsprojekt mit einer weiteren Botschaft an. Ihr Weg führte von Monstab im Altenburger Land über Hof, Nürnberg, Augsburg, Konstanz, Zürich, Mailand, Genua, Pisa und Florenz nach Rom. In 68 Tagen lief sie 1854 Kilometer. Weltweit wurde damals vom Vatikan über diese besondere Pilgerreise berichtet. In einer Generalaudienz durfte die Pilgerin die Botschaften Papst Johannes Paul II. persönlich überreichen. Ihre Reiseeindrücke hat Arnhild Kump in einem Buch mit dem Titel „Zu Fuß nach Rom“ (2004, Wartburg-Verlag) festgehalten.

„Mit dem Festwochenende wollen wir nach 20 Jahren dankbar an die außergewöhnliche Pilgerwanderung nach Rom erinnern und mit den geplanten Veranstaltungen ein Zeichen der Zuversicht in der gegenwärtigen Corona-Krise setzen“, sagt Dr. Kristin Jahn, Superintendentin des Kirchenkreises Altenburger Land.

Autor:

susanne sobko

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