Lichtkunst-Installation, Kirchen-Silvester, Schaufensterpuppen-Selfie
Adventszeit als Anlass zur Vorfreude und Besinnung

Am 29. November wird der 1. Advent gefeiert.
  • Am 29. November wird der 1. Advent gefeiert.
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Am kommenden Sonntag (29. November) feiern die Kirchengemeinden der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) den Beginn der Adventszeit und damit den Anfang des neuen Kirchenjahres. In diesem Jahr fallen viele geplante Veranstaltungen weg, aber trotzdem sind Adventsmusiken, Andachten, Ausstellungen, Singtreffen, Lesungen mit Prominenten und Aktionen geplant, die den aktuellen Bestimmungen entsprechen.

Veranstaltungen zur Adventszeit in Sachsen-Anhalt, Sachsen, Brandenburg (Auswahl)

Die Gemeinde der St-Marien-Kirche in Stendal lädt zu einer Musikalischen Adventsandacht (28. November, 11 Uhr) mit Domkantor Johannes Schymalla (Orgel) und Sebastian Socha (Trompete) ein.
Musik im Kerzenschein mit Frank Liebscher (Saxophon) und Nicolas Berndt (Orgel) ist in der Naumburger Stadtkirche Sankt Wenzel (28. November, 15 Uhr und 16 Uhr) zu hören.
In der Kirche in Prettin im Kirchenkreis Wittenberg gibt es eine musikalische Adventsandacht (28. November,16 Uhr) mit Blockflöten, Streichern und Solisten.
Am 1. Adventssonntag (29. November, 17 Uhr) singt der Paulus-Chor zu einer Adventsmusik in der Kirche in Colbitz. „Bereite dich Zion“ ist das Motto der Adventsvesper in der Nikolaikirche in Quedlinburg am 1. Advent (29. November, 16 Uhr).
Am 3. Advent (13. Dezember, 16.30 Uhr) lädt die Gemeinde in Uebigau-Wahrenbrück im Kirchenkreis Bad Liebenwerda zu einer „Adventsmusik im Kerzenschein und mit Abstand“ ein.

Veranstaltungen zur Adventszeit in Thüringen (Auswahl):

Landesbischof Friedrich Kramer predigt am 28. November in einem Ökumenischen Gottesdienst zur Eröffnung der Adventszeit in Sonneberg in der Kirche St. Stephan (18 Uhr) sowie am 29. November im Gottesdienst zum 1. Advent in der Weimarer Herderkirche (9.30 Uhr). Am 30. November ist der Landesbischof Gast beim Anbringen des Herrnhuter Sterns am Hauptbahnhof Erfurt in Verbindung mit der Verabschiedung des Betriebsratsvorsitzenden der Deutschen Bahn, Christian Bormann (15.30 Uhr).

Der weltweit agierende Künstler Philipp Geist zeigt eine Lichtkunst-Installation unter dem Motto „Adventsleuchten“ in der Evangelischen Augustinerkirche zu Erfurt. Zu sehen ist sie vom 28. November bis 31. Dezember, mittwochs bis sonntags von 16 bis 19 Uhr; jeweils um 18 Uhr wird eine kurze Advents-Vesper mit Musik gefeiert. Der Eintritt ist frei. Philipp Geist projiziert mit Videoprojektoren abstrahierte malerische Bildkompositionen, Begriffe der Adventszeit und der Weihnachtsgeschichte im Inneren der Kirche. Sie erscheinen auf Wänden, im Altarraum und auf transparenten Gaze-Stoffen, die von der Decke hängen.
In der Thomaskirche Erfurt gibt es vom 1. bis 17. Dezember „Adventsandachten mit prominenter Lesung“ mit geistlichen Inhalten, Musik und einer Weihnachtsgeschichte als „Predigt“ durch Prominente wie Bodo Ramelow, Thüringer Ministerpräsident, Boris Lochthofen, Direktor des MDR-Landesfunkhauses Thüringen, Guy Montavon, Generalintendant des Theaters Erfurt, und Christina Rommel, deutsche Pop- und Rocksängerin (www.thomasgemeinde-erfurt.de). Außerdem wird am 28. November in der Thomaskirche das Ökumenische Kirchensilvester gefeiert, Beginn ist 17.50 Uhr mit Turmblasen, das Feuerwerk wird voraussichtlich wegfallen. In Erfurt findet am 20. Dezember (10.30 Uhr) in der Erfurter Michaeliskirche ein Rundfunkgottesdienst der EKM statt. Ebenfalls in der Michaeliskirche gibt es die traditionelle Advents-Vesper mit den Erfurter Turmbläsern (28. November, 17 Uhr); außerdem sind Musikalische Andachten geplant, zum Beispiel zum 1. Advent mit Eugen Mantu (Violoncello) und Liene Henkel (Klavier). In der Predigerkirche erklingt am 13. Dezember Adventliche Orgelmusik (17 Uhr).

Kantor Friedemann Fischer aus Ziegenrück plant einen Orgelmusik-Adventskalender: Vom 1. Advent bis zu den Weihnachtsfeiertagen sendet er jeden Tag eine Mail mit Orgelstücken und Fotos. Auf Wunsch wird auch eine CD zugestellt. Im Musikalischen Adventsgottesdienst in der Kirche in Crispendorf am 13. Dezember (10.30 Uhr) singt der örtliche Kirchenchor eine für die Coronazeit komponierte „Weihnachtscantilene“ von Fischer.

Am 25. November beginnen wieder die „Ökumenischen Kanzelreden im Advent“ als Reihe des Kirchenkreises Meiningen in Zusammenarbeit mit der Leserinitiative Publik-Forum e.V.. Unter dem Motto „Selig die Trauernden, sie werden getröstet werden“ sind prominente Redner und Rednerinnen im Rahmen einer Andacht mit anschließender Diskussion zu Gast.
In der Stadtkirche Meiningen gibt es eine Andachtsreihe zu Krippenfiguren: Eltern, Kinder, Großeltern und Enkel sind an den Adventssamstagen (28. November, 5.,12. und 19. Dezember) um 16 Uhr dazu eingeladen. Am 13. Dezember um 16 Uhr findet auf dem Marktplatz an der Weihnachtspyramide eine Andacht mit Weitergabe des Friedenslichtes aus Bethlehem mit dem Meininger Gospelchor statt. Eine ökumenische Andacht in der Stadtkirche am 20. Dezember (17.30 Uhr) zum Thema „Weihnachten ohne dich“ wird ein Angebot für Trauernde und Menschen, die einen Abschied erlebt haben. Ein musikalisches Angebot in der Stadtkirche ist am 13. Dezember, 17 Uhr, die „Orgelmusik bei Kerzenschein“ mit Kantor Sebastian Fuhrmann mit Werken zur Advents- und Weihnachtszeit.

Licht der Hoffnung auszubreiten ist Ziel des Kirchenkreises Henneberger Land. Unter dem Motto „Es werde Licht…“ werden Angebote aus den Kirchengemeinden gesammelt als „kleine Lichtpunkte, die Freude, Mut und Zuversicht verkünden“; es geht darum „für die Menschen vor Ort da zu sein, zuzuhören, ihre Sorgen und Ängste ernstzunehmen“. Unter anderem gibt es Offene Kirchen, den Adventskalender eines Familienzentrums und einen Online-Hauskreis. Die Johanniskirche Schleusingen „setzt Lichtpunkte, um die Herzen zu erwärmen“: Ab dem 1. Dezember sind dienstags von 17.30 bis 18 Uhr „Groß und Klein zur Zeit der Ruhe und der Begegnung“ eingeladen. Die Kirche wird mit immer heller werdendem Kerzenlicht erleuchtet, es gibt Live-Musik, Geschichten und Gedichte. An einer Gebetswand können Dank, Sorgen, Bitten und Bilder von Kindern angebracht werden.

WhatsApp-Adventskalender gibt es in Gemeinden im Kirchenkreis Südharz. Ein Advents- und Weihnachtspilgerweg wurde für die Rosenkirche/St. Marien-Kirche in Elende organisiert: Ein Anleitungsheft lädt ab dem 1. Advent mit sechs Stationen in der Kirche zum Nachdenken und aktiv werden ein – zum Beispiel zum Selfie mit Engelflügeln, Wunschkarten für den Weihnachtsbaum schreiben und damit dekorieren. Auch eine lebensgroße Marienfigur mit Krippe kann für Selfies genutzt werden, dazu nutzt die Gemeinde eine Schaufensterpuppe.

Im Kirchengemeindeverband Seebergen gibt es Veranstaltungsreihen in den einzelnen Orten, zum Beispiel das Adventsliedersingen an der Feuerschale, eine Adventsmusik „Gemeinsam mit Abstand die Adventszeit genießen“ sowie das Adventsliedersingen an Haustüren.

In verschiedenen Kirchen ist das gemeinsame Weihnachtsliedersingen mit Christina Rommel und Band geplant, hierfür werden noch aktuelle Informationen abgewartet, teilt die Sängerin mit. Ihr geht es „um das Miteinander und den Gedanken der Weihnacht geht: Frieden zu finden; zumindest im Kleinen“. Nach dem Konzert sollen Gespräche möglich sein.

Am 3. Advent (13. Dezember, 13 bis 18 Uhr) findet in der Albrechtser Kirche eine Ausstellung mit Weihnachtskrippen statt. Da die Kirchenkrippe mit Ochse, Esel und Hahn in diesem Jahr nicht bei einem Krippenspiel mit Menschen ergänzt wird, ist sie hier mit lebensgroßen Schaufensterpuppen zu sehen. Außerdem zeigen Einheimische eigene Krippen.

Eine kleine Adventsmusik mit den Bläsern „De Nedertshüser“ NTK e.V. ist am 3., 10. und 17. Dezember (18 Uhr) im Kirchgarten Neidhartshausen geplant. Zur Adventlichen Orgelmusik mit Glühwein spielt Frank Bettenhausen in Rudolstadt am 2., 9. und 16. Dezember um 19 Uhr auf der Steinmeyer-Orgel von 1906. Orgelmusik und Geistliche Texte zur Adventszeit sind am 6. Dezember um 14 Uhr in Stadtilm und 16 Uhr im Ortsteil Niederwillingen zu hören. Bläsermusik zum Advent erklingt am 28. November, 5., 12. und 19. Dezember vor der Kirche in Kiliansroda (18 Uhr).

Bereits am Vorabend des 1. Advents (28. November) gibt es Einladungen: Zum Orgelkonzert in der Stadtkirche Pößneck mit Studenten der Hochschule für Musik Weimar (17 Uhr), unter dem Motto „Ein Stern leuchtet über Kahla“ zum Aufziehen des großen Herrnhuter Sterns am Kirchturm der Stadtkirche Kahla und anschließender Andacht mit Musik (17.30 Uhr), zu einer Musikalischen Orgelandacht in der Stadtkirche Bad Salzungen (18.10 Uhr).

Musik für Flöte und Orgel erklingt im Gottesdienst zum 1. Advent am 29. November (11 Uhr) in der Suhler Hauptkirche mit Caroline Teske (Querflöte, Berlin) und Kantor Philipp Christ (Orgel).
Am 4. Advent (20. Dezember, 16 Uhr) lädt Claudia Bari zur Orgelmusik in Römhild ein. Es erklingt eine Auswahl an Werken und Choralbearbeitungen zur Vorweihnachtszeit vom Barock bis zur Gegenwart.
Eine Musikalische Adventsandacht mit Ankunft des Friedenslichtes gibt es am 20. Dezember vor der St. Gotthard-Kirche Großrettbach (17 Uhr).
Ein Adventskonzert bei Kerzenschein mit dem Gospel- und Posaunenchor Eisenberg, begleitet von Keyboard und Drums unter Leitung von Kantor Philipp Popp soll es nach jetzigem Stand am 20. Dezember (17 Uhr) in Eisenberg in der Stadtkirche geben.
In Weimar wird als Onlineformat ein Musikalischer Advents-Gruß aus der Herderkirche angeboten.

In Eisenach wird das Weihnachtskonzert der Musikschule am 5. Dezember zwei Mal aufgeführt: 14.30 und 16.30 Uhr. Es spielen das Jugendsinfonieorchester sowie Solisten und Ensembles. Der Krabbelgottesdienst zum Familien-Advent findet am 20. Dezember mit Kinderchor und dem Puppenjungen Paul Müller statt (15 Uhr, Georgenkirche).

Hintergrund Advent:
Das Kirchenjahr ist nicht mit dem Kalenderjahr identisch, sondern beginnt mit dem ersten Adventssonntag. Das Wort Advent geht auf das lateinische „adventus“ zurück, das übersetzt „Ankunft“ heißt und auf die Geburt Christi hinweist. Der Advent ist eine Zeit freudiger Erwartung, gleichzeitig aber auch eine Zeit der Besinnung und Einkehr. Älteste Spuren für die vorweihnachtliche Vorbereitungszeit finden sich in der jungen Kirche in Gallien und Spanien. Damals begann der Advent am Tag nach dem Martinsfest (11. November). Erst seit 1570 setzte sich der Brauch durch, den Advent am vierten Sonntag vor dem Fest zu beginnen. Fest verwurzelt sind volkstümliche Bräuche wie das Aufstellen eines Adventskranzes.

Autor:

susanne sobko aus Eisenach-Erfurt

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