Drei Schriftsteller arbeiten jeweils einen Monat in Eisenach
"Wartburg-Experiment" startet

Lutherstube: Ganz in der Nähe werden die Schriftsteller arbeiten.
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Am 7. September startet das „Wartburg-Experiment – Zwiesprache mit der Lutherbibel“. 500 Jahre nach Martin Luther begeben sich Schriftsteller in eine Schreib-Klausur an den Originalschauplatz von Luthers Jahrhundert-Übersetzung.

Jeweils für einen Monat halten sich die Eichendorff-Preisträgerin Iris Wolff, der Heinrich-Mann-Preisträger Uwe Kolbe und der Adelbert-von-Chamisso-Preisträger Senthuran Varatharajah auf der Wartburg auf, wo sie einen inneren Dialog mit Luthers Übersetzung des Neuen Testaments führen. „Ziel ist eine intensive Auseinandersetzung mit dem Reformator und seiner kulturprägenden Bibelübersetzung. Aus dieser Zwiesprache werden unsere Autoren ein eigenes literarisches Kunst-Werk schöpfen“, so Thomas A. Seidel, Vorstandsvorsitzender der Internationalen Martin Luther Stiftung. Im Rahmen des Jubiläums „500 Jahre Bibelübersetzung“ sei das Wartburg-Experiment eine einzigartige Chance, dem biblischen Text in der Jahrhundert-Übersetzung von Martin Luther wieder neu zu begegnen, um ihn für unsere Zeit aufzuschließen, erläutert er.


"Ziel ist eine intensive Auseinandersetzung mit dem Reformator und seiner kulturprägenden Bibelübersetzung"

Michael Jahnke, einer der beiden Leiter des Bibelprogramms der Deutschen Bibelgesellschaft, betont die Bedeutung von Luthers Übersetzung über die Jahrhunderte: „Kein Buch hat die deutsche Sprache so geprägt wie die Lutherbibel." Ob "Perlen vor die Säue werfen", "mit seinen Pfunden wuchern" oder "mit Engelszungen reden", zahlreiche Redewendungen seien auch heute noch in der Gegenwartssprache zu finden, so Jahnke.
Im Jahr 1521 hatte Martin Luther auf der Wartburg die Arbeit an seiner Bibelübersetzung begonnen. Im September 1522 erschien bereits die Übersetzung des Neuen Testaments, das sogenannte Septembertestament.

Der Aufenthalt der drei Schriftsteller wird medial begleitet, und ihre Ergebnisse sollen veröffentlicht werden, kündigten die Initiatoren an. Neben der Auftaktveranstaltung seien Lesungen, besondere Medienformate oder ein literarischer Gottesdienst in Eisenach in Planung. Der Schriftsteller Uwe Kolbe wird als erster Autor den temporären Arbeitsplatz direkt neben Luthers Schreibstube auf der Wartburg beziehen.

Das Wartburg-Experiment wird realisiert von der Internationalen Martin Luther Stiftung und der Deutschen Bibelgesellschaft in Medienpartnerschaft mit dem Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik und dem Mitteldeutschen Rundfunk sowie in Projektpartnerschaft mit der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands, dem Kulturbüro der EKD, der Stadt Eisenach, dem Kirchenkreis Eisenach-Gerstungen, der Stiftung Lutherhaus Eisenach und der Wartburg-Stiftung.
(red)

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