Landesbischöfin fordert Verständigungsprozess

Berlin (epd) – Landesbischöfin Ilse Junkermann fordert einen Verständigungsprozess zwischen Ost- und Westdeutschland. Die Menschen in den alten Bundesländern müssten stärker wahrnehmen und würdigen, dass die Geschichte der Menschen zur DDR-Zeit, die geprägt gewesen sei von der Diktatur, auch »in Nischen und zu bestimmten Zeiten« ein Leben mit schönen Seiten gewesen sei, sagte Junkermann im Interview der Woche des »Deutschlandfunk«. Man könne nicht pauschal sagen: »Das ist jetzt vorbei und war alles schlecht.«
Mit Blick auf den Konflikt zwischen Kirchen und AfD in Thüringen sagte Junkermann, die AfD sei zwar eine demokratische Partei, zu einer öffentlichen Diskussion mit Thüringens AfD-Chef Björn Höcke sei sie aber derzeit nicht bereit. »Ich würde mich mit Björn Höcke erst auf ein Podium setzen, wenn er sich für seine Äußerung entschuldigt hat«, sagte Junkermann. Sie hatte 2016 die Wähler aufgefordert, klare Kante« gegen »Angstmacherei, Rechtspopulismus und den Rückfall in Nationalismen« zu zeigen. Höcke hatte daraufhin den Kirchen unter anderem vorgeworfen, das Christentum nicht richtig verstanden zu haben. Die Entscheidung des Deutschen Evangelischen Kirchentages, die AfD in diesem Jahr von Podien auszuschließen, hält Junkermann indes für falsch.

https://bit.ly/2GAHNFH

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Online-Redaktion aus Weimar

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