Menschen der Woche
Tim Allen vergibt und Nina Hagen will in den Himmel

Tim Allen hat die gesamte Bibel in 13 Monaten durchgelesen. Das teilte der US-Schauspieler auf der Plattform X mit. Der 71-Jährige ist vor allem aus der TV-Serie „Hör mal, wer da hämmert“ bekannt. Er habe die Bibel dabei „Wort für Wort, Seite für Seite, ohne zu überfliegen“ studiert. Die Zeit habe ihn tief bewegt: „Ich bin demütig, erleuchtet und erstaunt über das, was ich gelesen und gelernt habe. Ich werde nun ausruhen und über vieles nachdenken.“ Durch die Lektüre habe er sich besonders auch mit dem Thema Vergebung auseinandergesezt. Das hänge mit dem tödlichen Autounfall seines Vaters, Gerald M. Dick, im November 1964 zusammen. Ein betrunkener Autofahrer hatte ihn verursacht. Dem Täter zu vergeben, sei ihm immer schwer gefallen. Allen schrieb dazu auf X, er selbst habe über 60 Jahre damit gerungen, wolle es aber nun tun.

Mirna Funk zieht das Leben in Tel Aviv trotz Terror- und Kriegsgefahr dem Leben in Berlin vor. Der Alltag in Israel sei «viel normaler», sagte die in Ost-Berlin geborene Schriftstellerin. «Hier in Berlin kam mir der Alltag viel angespannter vor, da lag immer so eine Art Angstvibration drunter.» Die Juden in Berlin lebten isoliert, «die haben alle ihre nichtjüdischen Freunde verloren», sagte Funk. Das sei für sie kein Leben. Die Schriftstellerin ist nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr mit ihrer Tochter nach Israel gezogen und seit Sommer 2024 israelische Staatsbürgerin. Funk, die aktuell in Berlin eine Ausstellung mit israelischen Künstlern kuratiert, sieht jüdische Künstler durch den Nahost-Konflikt unter Druck: «Die wollen inzwischen weder mit ihrer jüdischen noch mit ihrer israelischen Identität in Kontakt gebracht werden, weil sie Angst davor haben, dass irgendjemand ein Statement von ihnen einfordert.»

Christian Meißner ist der Ansicht, dass die CDU und die Kirchen sich in einem bisher unbekannten Maße voneinander entfremdet haben. Das äußerte der Bundesgeschäftsführer des Evangelischen Arbeitskreises (EAK) der CDU/CSU in einem Beitrag auf dem Blog „Experteninitiative-Religionspolitik“. Das „Kirchenvolk“ habe eine recht hohe parteipolitische Sympathie für CDU und CSU, so Meißner. Dagegen sympathisierten die Kirchenleitungen und der theologische Nachwuchs überwiegend mit linken Gedanken und Parteien, wie den Grünen oder der SPD. Diese „Milieuverengung“ führe innerhalb der evangelischen Kirche zu Entfremdungserfahrungen und Verdruss.  Meißner warnt: Wenn die Union und die Kirchen nicht begriffen, dass sie einander brauchten, schadeten sie sich am Ende nur selbst. Er rief die Kirchenleitungen dazu auf zu prüfen, ob man sich wirklich zu jeder tagespolitischen Frage äußern wolle. 

Nina Hagen hat Sehnsucht nach dem Himmel. Das zumindest besingt sie auf ihrem neuen Album „Highway To Heaven“. Vorab hat sie den Song „Alle wollen in den Himmel“ veröffentlicht, indem sie die Endlichkeit des Lebens und die Sehnsucht nach Gott zum Thema macht. Dabei geht sie auf ihre Beziehung zu Jesus Christus ein sowie auf die Inspiration, die der Dramatiker Bertolt Brecht in der Bibel fand. Im Refrain ihres Liedes singt Nina Hagen: „Oh Herr, ich möchte in den Himmel, bloß ich hab keinen Bock auf Tod. Und so warte ich auf den Tag meiner neuen Geburt im Himmel, wo mir niemals mehr der Magen knurrt.“  Im Abspann des Songs zitiert Nina Hagen aus dem 1. Johannesbrief die nach ihrem Bekunden „froheste Botschaft aller Botschaften“: „Wir haben erkannt, dass Gott uns liebt, und wir vertrauen fest auf diese Liebe. Gott ist Liebe, und wer in dieser Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.“

(epd/knsa/idea)

Autor:

Beatrix Heinrichs

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