Genf
Katholischer Gottesdienst am Schalttag

Wo der Reformator Johannes Calvin 23 Jahre lang predigte, findet in diesem Jahr die erste katholische Messfeier sei fast 500 Jahren statt. Der Genfer Bischof Charles Morerod wird am 29. Februar in der reformierten Kathedrale Saint Pierre Eucharistie feiern.

In Genf, der Stadt des Reformators Calvin, steht ein ökumenisches Ereignis von historischer Bedeutung bevor: Am Schalttag, dem 29. Februar 2020, wird in der reformierten Kathedrale Saint Pierre erstmals seit 1535 wieder eine katholische Messe gefeiert, wie das Schweizer Portal kath.ch an Silvester (Dienstag) berichtete. Der katholische Bischof des Bistums Genf, Lausanne und Freiburg, Charles Morerod, wird die Messe leiten.

In ökumenischer Gastfreundschaft

Kurienkardinal Kurt Koch, aus der Schweiz stammender „Ökumeneminister“ des Papstes, bezeichnete das bevorstehende Ereignis in einer Hauptstadt des Protestantismus als großes Symbol der Einheit der Christen. Laut schweizerischen und französischen Medien wäre ein solcher Vorgang noch vor wenigen Jahren „absolut undenkbar“ gewesen, hieß es.

Saint Pierre ist die Hauptkirche der Reformierten in Genf. Die ökumenische Gastfreundschaft für Bischof Morerod in diesem Gotteshaus hat daher besondere Bedeutung. Nach einer Predigt von Guillaume Farel, der am 8. August 1535 in Saint Pierre die Prinzipien der Reformation verkündet hatte, waren in der Genfer Kathedrale die Zeichen der katholischen Liturgie gelöscht worden. Anschließend wirkte Johannes Calvin (1509-1567) 23 Jahre lang als Prediger in Saint Pierre. Der französische Theologe gründete unter anderem die „Genfer Akademie“, die zur Hochschule des Calvinismus wurde.

Autor:

Beate Krugenkamp aus Gera-Weimar

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